Historisch bedingt erfolgt ein Holz-Holz Zuglaschenanschluß durch eine 90° Verschraubung mittels Teilgewindeschrauben. Bei dieser 90° Anordnung der Schrauben wird lediglich der Schraubenquerschnitt auf Scheerung belastet. Wesentlich höhere Übertragungskräfte werden möglich bei einer geneigten Anordnung der Schrauben. Begrenzt wird bei Teilgewindeschrauben die Kraft durch den Parameter Kopfdurchzugswiderstand. Durch die Verwendung von Vollgewindeschrauben (ASSYplus VG) erfolgt eine Übertragung der Kräfte über den gesamten Holzquerschnitt.
Der Kopfdurchzugswiderstand ist in diesem Falle untergeordnet. Es werden durch die Ausnutzung der schraubenspezifischen Vorteile im Vergleich zu Nägeln deutlich höhere Übertragungskräfte je Verbindungsmittel erreicht.
Die Zugkraft in der Holzlasche bewirkt eine Zugkraft in der Holzschraube und eine Druckkraft auf das Holz. Der Tragfähigkeitsnachweis wird durch den Nachweis auf Stahlversagen und Herausziehen der Holzschrauben in beiden Holzbauteilen erbracht. Bei rechtwinklig eingedrehten Schrauben wird der Einhängeeffekt ∆Rk angesetzt.