Gebaut ist abgerechnet: CENDAS bringt digitales Aufmaß ins Handwerk
CENDAS hat seine neue Aufmaß-Funktion vorgestellt. Sie hilft Monteuren und Bauleitern, Mengen direkt auf der Baustelle zu erfassen, statt sie auf Schmierzetteln zu notieren. Ziel: Was gebaut wird, soll auch zeitnah und vollständig abgerechnet werden.
09/21/2026
Lesezeit
4 Minuten
Wer kennt es nicht: Der Monteur notiert auf einem Zettel, was genau in welcher Menge verbaut oder gebaut wurde und schickt ein Foto per WhatsApp. Im Büro wird daraus mühsam eine Excel-Tabelle, aus der am Ende die Rechnung entstehen soll. Nicht selten geht dabei etwas verloren – und damit bares Geld. Genau hier setzt die neue Aufmaß-Funktion von CENDAS an: der erste Schritt einer größeren Lösung.
„Unsere Aufmaß-Lösung wird in der Lage sein, bestehende Aufmaß-Lösungen, wie z.B. aufgebaute Excel-Umgebungen komplett zu ersetzen. So bekommen Handwerksunternehmen eine Lösung für Baumanagement und Aufmaß.“
Ines Strohm, Digitalisierungsexpertin bei Würth


In CENDAS zeigt eine zentrale Übersicht den Status jeder LV-Position live. Korrekturen werden protokolliert, Materialmengen automatisch summiert.

Der Monteur trägt alle Daten direkt in der Aufgabe im Plan ein.
So funktioniert das digitale Aufmaß von CENDAS in der Praxis
Monteure erfassen Mengen künftig direkt im Bauplan – im Aufgabenkontext, in dem sie ohnehin schon in der CENDAS-App arbeiten. Ob mit oder ohne Leistungsverzeichnis: Eine Position lässt sich frei anlegen oder, bei vorhandener GAEB-Datei, automatisch der passenden LV-Position zuordnen. Ergänzend können Fotos und Kommentare hinterlegt werden. Auch offline funktioniert die Erfassung: Die Daten synchronisieren sich, sobald wieder eine Verbindung besteht.
Im Büro oder Baucontainer laufen alle Werte in einer zentralen Übersicht zusammen: Bauleiter sehen live, was erfasst wurde, können Positionen nachträglich einem LV zuordnen, nach Bauabschnitten filtern und Nachträge klar kennzeichnen. Für die Weiterverarbeitung lassen sich die Daten inklusive Verlauf und Nachweisen als Excel- oder CSV-Datei exportieren – etwa für die Übergabe ins ERP-System.
Praktisch: Beim Thema Preise hat CENDAS klar geregelt, wer welche Preise sieht: Monteure sehen in ihrer Arbeitsumgebung nur Positionsnummer und Kurzbezeichnung einer LV-Position, aber keine Preise. Bauleiter und Projektleiter können sich im Aufmaß-Cockpit dagegen Summen anzeigen lassen, frei gruppiert nach Bereich oder LV-Position – etwa, um den Stand einer Abschlagsrechnung im Blick zu behalten.

Was Betriebe davon haben
Laut CENDAS dauert eine Erfassung im Schnitt weniger als eine Minute. Weil die Werte direkt im Plan verortet sind, entfällt die Suche nach dem richtigen Zettel ebenso wie ein Großteil der Rückfragen zwischen Baustelle und Büro. Nachträge bleiben durchgängig bis in den Export nachweisbar. Der übergeordnete Effekt, den CENDAS verspricht: eine höhere Abrechnungsquote, weniger Nacharbeit und dadurch spürbar bessere Liquidität.
Verfügbarkeit und Kosten
Die jetzt vorgestellte Version ist der erste von drei geplanten Ausbauschritten: Sie löst zunächst den Schmierzettel digital ab. Im zweiten Schritt sollen klassische Aufmaßblätter komplett ersetzt werden, inklusive Unterschrift vor Ort oder remote. Als dritten Ausbauschritt plant CENDAS, mit regelbasierter Automatisierung und KI auch die Erstellung von Aufmaßaufgaben direkt aus dem hochgeladenen Leistungsverzeichnis zu automatisieren – Motto: „Gebaut ist abgerechnet!“.
Gute Neuigkeiten zum Schluss: Die Aufmaß-Funktion ist Teil der bekannten CENDAS-Lizenzen und somit ohne Aufpreis nutzbar.

Fazit
Mit dem digitalen Aufmaß nimmt sich CENDAS eines der hartnäckigsten Probleme im Baualltag vor: die lückenlose Erfassung dessen, was tatsächlich gebaut wurde. Betriebe, die CENDAS bereits nutzen oder über Würth beziehen, sollten sich die neue Funktion ansehen – weniger Nachfragen, schnellere Abrechnung und ein besserer Überblick auf beiden Seiten.