4 Tipps beim Einsatz von Mauerverbindern

Maurer

Grundsätzliches zu Mauerverbindern

Um beim Hausbau zwei Wände miteinander zu verbinden gibt es mehrere Möglichkeiten. Die gängigste Art ist wohl das Verzahnen des Mauerwerks ineinander. Dieses Verfahren eignet sich besonders bei Außenecken oder einfach aufeinander stoßenden Wänden, wo die Verzahnung gut zu bewältigen ist. Schwieriger hingegen gestaltet sich jedoch die Verzahnung beim Anschluss von Innenwänden an Außenwände des Gebäudes. Dies ist häufig sehr umständlich und zeitaufwändig, da die Steine in der Außenwand gedreht eingebaut werden müssen.

Mauerverbinder aus Edelstahl schaffen hier Abhilfe. Sie werden einfach während der laufenden Maurerarbeiten in die Mörtelfuge eingelegt – dort wo später die Wand angeschlossen werden soll. Anschließend können die anzuschließenden Wände stumpf gestoßen werden. Eine Verzahnung wird überflüssig, weil die eingemörtelten Mauerverbinder die Kräfte aufnehmen. Sie stellen quasi die Anschlussbewehrung zwischen den beiden Wänden dar.

Mauerverbinder sind bauaufsichtlich zugelassen und bedürfen deshalb ein paar Einbauregeln beim Einbau.

Verzahnung

Hier sieht man die verzahnten Mauersteine

Wo dürfen Mauerverbinder eingebaut werden?

Mauerverbinder dürfen nur dort eingesetzt werden wo ein waagrechter Einbau zwischen den stumpf gestoßenen Wänden gewährleistet werden kann. Dabei dürfen die Mauerverbinder nicht abgeknickt werden. Der Einbau muss rechtwinklig zur Wandfläche erfolgen. Schräg eingebaute Mauerverbinder gewährleisten nicht die Kraftübertragung, wie sie in der Zulassung angegeben ist.

Mauerverbinder_waagrecht

Mauerverbinder dürfen nur waagrecht eingebaut werden.

Wie werden Mauerverbinder eingebaut?

Damit die Mauerverbinder vollständig im Mörtel eingebettet sind, muss die Fugendicke beim Mauerwerk mindestens 2mm betragen. Dabei sind die Verbinder im ersten Arbeitsgang auf halber Fugendicke einzulegen und anschließend mit Mörtel zu bedecken. Die Mindesteinbindelänge beträgt 140mm. Stoßfugen zwischen den zueinander verlaufenden Wänden sind über die gesamte Wanddicke zu vermörteln. Nur so ist ein zulassungskonformer sicherer Einbau gewährleistet.

mauerverbinder_eingemörtelt

Mauerverbinder in die Fuge eingemörtelt

Was kann man beim Einbau von Mauerverbindern falsch machen?

Es ist beispielsweise nicht zulässig, Mauerverbinder an die Wände zu schrauben, um sie anschließend in die stumpf stoßende Wand einzulegen. Dadurch ist keine beidseitig sichere Kraftübertragung vorhanden. Ein solcher Einbau ist nicht zulassungskonform.

Wie viele Mauerverbinder werden benötigt?

Für den Einbau von Mauerverbindern in zweigeschossigen Ein- und Zweifamilienhäusern und in bis zu 4-geschossigen Gebäuden gelten im Allgemeinen folgende Regeln:

bis zu 2 Geschosse: Ein Mauerverbinder in jede 2. Lagerfuge (Fugenabstand <= 50cm)

bis zu 4 Geschosse: Ein Mauerverbinder in jede Lagerfuge (Fugenabstand <= 25 cm)

Mauerverbinder

Mauerverbinder 300X15X0,5mm

Kelle

Maurerkelle geschweißt 180mm

Baueimer

Baueimer kranbar 20 Liter