Mitmachen bei ‚Jugend trainiert für Special Olympics’

09.09.10

Sportbegeisterte sowie interessierte Besucher sind am Mittwoch, 29. September herzlich auf den Sportplatz Niedernhall eingeladen. Dort feiert eine Veranstaltung Premiere: Bei ‚Jugend trainiert für Special Olympics’ sammeln Schüler mit geistiger und mehrfacher Behinderung aus Baden-Württemberg Trainingserfahrung und messen sich in den Disziplinen Fußball, Tennis und Leichtathletik. Außerdem gibt es ein integratives wettbewerbsfreies Angebot, das die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Handicap fördert. Dieses Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche aus der Region. Auf einem Parcours mit Stationen aus verschiedenen Sportarten können die Teilnehmer ihre Fitness und ihr Können testen.

Carmen Würth, die als Vizepräsidentin im Präsidium von Special Olympics Deutschland aktiv ist, hat die Veranstaltung zusammen mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie Special Olympics Baden- Württemberg e. V. initiiert. ‚Jugend trainiert für Special Olympics’ wird in dieser Form erstmalig durchgeführt. Grundsätzlich möglich gemacht wird das Sportfest durch eine Aktion anlässlich des 60-jährigen Arbeitsjubiläums von Reinhold Würth: Es wird pro verkaufter Maschine der Sonderedition des Würth Akku-Bohrschraubers, die hierzu aufgelegt worden ist, ein Euro an Special Olympics gespendet. Insgesamt ist so die stattliche Summe von 75.000 Euro zusammengekommen, von der nun ein Teil in die Veranstaltung fließt.

Anmeldungen für das wettbewerbsfreie Angebot sind unter info@so-bw.de sowie unter Telefon 0176-37 43 42 45 möglich. Folgende Informationen sollten enthalten sein: Kontaktperson mit Telefonnummer, Anzahl der Kinder, Wunschstartzeit im 15-Minuten-Takt (für Schulklassen 10-11:15 Uhr und 14:30-15:30 Uhr; für Einzelpersonen/Familien 10-11:30 Uhr und 14:30-15:30 Uhr). Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Stimmen zu ‚Jugend trainiert für Special Olympics’

Fritz Wurster, Vorsitzender der Special Olympics Baden-Württemberg:

„Ich freue mich schon sehr auf die Veranstaltung in Niedernhall und hoffe, dass neben den Athleten auch viele Besucher unser wettbewerbsfreies Angebot wahrnehmen.
Jeder kann an verschiedenen Stationen wie z.B. Riesenmikado, Mensch-ärgere-dichnicht und einem Kegelparcour testen, was ihm Spaß macht.“

Carmen Würth, Vizepräsidentin von Special Olympics Deutschland:

„Der Eid von Special Olympics ‚Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben!‘ soll auch im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen. Es ist wichtig dass sich die Menschen begegnen und über den Sport Respekt, Zuwendung und Anerkennung erfahren. Diesen Ansatz halte ich für absolut unterstützenswert.’

Karl Weinmann, Ministerialrat am Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Vorstand Finanzen der Deutschen Schulsportstiftung:

„Der Schulsportwettbewerb ‚Jugend trainiert für Special Olympics’ wurde ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung, die Teilnahme an einem landesweiten Sportwettbewerb zu ermöglichen. Bewegung und Sport wirken sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung aus. Die dabei gewonnenen Erfahrungen steigern sowohl die körperliche Sicherheit und Fitness als auch das Selbstvertrauen.
Schulsportliche Wettbewerbe mit jungen Menschen aus anderen Schulen eröffnen vielfältige pädagogische Lernprozesse. Die Stärkung des Selbstbewusstseins, die Identifikation mit einem Team sowie das Akzeptieren und Einhalten von Regeln entwickeln sich insbesondere in sportlichen Konkurrenzsituationen. Im Vordergrund steht jedoch die Freude, das Mitmachen zählt. Der Schulsportwettbewerb bringt Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen für Geistigbehinderte zusammen. Vor, während und nach dem Wettkampf werden die Sportlerinnen und Sportler von Schülermentoren betreut. Somit erleben junge Menschen mit und ohne geistigen Behinderungen neue Formen des Miteinanders und der Integration.“

Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG:

„Würth unterstützt Special Olympics in vielen Ländern. Mit diesem Engagement setzen wir uns seit 2007 dafür ein, den Bekanntheitsgrad von Special Olympics zu steigern.
Außerdem haben viele Würth Mitarbeiter als Volunteers bei SOD-Veranstaltungen tollen Einsatz gezeigt. Jetzt freuen wir uns auf das Sportfest in Niedernhall.“

Emil G. Kalmbach, Bürgermeister Niedernhall:

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Veranstaltung in Niedernhall durchgeführt wird und danken Frau Carmen Würth als Bürgerin unserer Stadt ganz herzlich, dass sie Niedernhall als Austragungsort gewählt hat. Wir blicken voller Vorfreude auf eine besondere Veranstaltung, die in unserer kleinen Stadt mit großem Charme stattfinden wird.“

Über Special Olympics

Special Olympics International ist mit mehr als 175 Länderorganisationen die weltweit größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Die Länderorganisation Special Olympics Deutschland bietet ein ganzjähriges Sporttraining an und ist Veranstalter der im zweijährigen Wechsel stattfindenden Nationalen Sommer- und Winterspiele – der Special Olympics National Games.

Nicht nur körperlich fit zu werden, sondern über die sportlichen Aktivitäten ein größeres Selbstvertrauen und besseres Selbstwertgefühl zu entwickeln, das ist der Grundgedanke hinter Special Olympics. Ziel ist es, allen Menschen mit geistiger Behinderung zu helfen, in die Gesellschaft eingegliedert zu werden und Anerkennung zu erfahren.

Scheckübergabe an Special Olympics

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