Mit Pioniergeist zum Weltmarktführer: Das Medizintechnikunternehmen ADMEDES Schuessler GmbH erhält Nachwuchspreis der Adolf Würth GmbH & Co. KG

26.01.12

Künzelsau/Schwäbisch Hall. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG verlieh anlässlich des 2. Deutschen Kongresses der Weltmarktführer zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Würth Nachwuchspreis. Mit diesem Preis zeichnet der Spezialist für Montage- und Befestigungsmaterial zusammen mit der Fachzeitung Produktion ein rasch und nachhaltig wachsendes und international erfolgreiches deutsches Mittelstandsunternehmen aus, das in den letzten Jahren den Sprung an die Weltspitze geschafft hat. Die Wahl der Jury fiel auf die ADMEDES Schuessler GmbH, die in der Hauptsache Gefäßimplantate herstellt. Am Standort Pforzheim entwickelt und produziert das Unternehmen vor allem Gefäßstützen, in Fachkreisen Stents genannt, aus Nitinol, eine Nickel-Titan-Legierung.

Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, überreichte den Preis an Dr. Andreas Schüßler. Er stellte in seiner Laudatio den Pioniergeist von Dr. Schüßler heraus, mit dem dieser sein Unternehmen zum Weltmarktführer aufgebaut hat. „Die Anerkennung meiner unternehmerischen Leistung aus dem Traditionsunternehmen Würth ist eine besondere Ehre für mich und alle Mitarbeiter. Sie zeigt, dass der eingeschlagene Weg von Fokussierung und Innovation der richtige war und ist Ansporn, das Unternehmen in diesem Sinne weiterzuentwickeln“, freut sich Dr. Schüßler. „Wir möchten mit dem Nachwuchspreis Unternehmen unterstützen, die den Mut haben, Neues zu wagen. Diese Auszeichnung soll zeigen, dass es sich lohnt, seine Grenzen zu überwinden und auch zukünftige Weltmarktführer anspornen“, sagt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, über den Preis.

Die Jury betonte die herausragende Unternehmerpersönlichkeit von Dr. Andreas Schüßler. Schüßler arbeitete am Forschungszentrum des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und wagte als Wissenschaftler den Sprung in die freie Wirtschaft. Auch beeindruckte die Jury das bisherige Umsatz- und Ergebnis-Wachstum. 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 43,9 Millionen Euro. 2011 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 55 Millionen Euro. Damit verzehnfachte sich der Umsatz im Vergleich zum Jahr 2000. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 11 Millionen Euro. Damit schaffte das Medizintechnikunternehmen in einem Zeitraum von nur zehn Jahren den Sprung an die Weltspitze.

Über die ADMEDES Schuessler GmbH

Geschäftsführer Dr. Andreas Schüßler gründete das Medizintechnikunternehmen im Jahre 1996. Schon früh beschäftigte er sich mit der Formgedächtnislegierung Nitinol. Formgedächtnislegierungen können sich an eine frühere Formgebung trotz nachfolgender Verformung quasi „erinnern“. Schüßler erkannte das enorme Potenzial dieses Werkstoffes für eine Anwendung im Bereich der Gefäßimplantate und brachte als Pionier die Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet in die praktische Anwendung. Heute ist die ADMEDES Schuessler GmbH als OEM-Hersteller (Original Equipment Manufacturer) Weltmarktführer im Bereich selbstexpandierender Implantate für Blutgefäße wie Stents und Herzklappenrahmen. Als OEMHersteller produziert ADMEDES Schuessler seine Produkte, bringt diese aber nicht selbst in den Handel. Die Weltmarktführerschaft des Unternehmens aus Pforzheim ist deshalb so bemerkenswert, da US-amerikanische Firmen den Gefäßimplantatemarkt zu über 90 Prozent beherrschen.

In Pforzheim beschäftigt das Unternehmen rund 500 Mitarbeiter. Im Jahr 2007 wurde das Tochterunternehmen ADMEDES Inc. als weiterer Produktions- und Technologiestandort in Kalifornien gegründet. Derzeit sind dort 30 Mitarbeiter beschäftigt.

Mithilfe von Innovation und Technologie verstand es das Unternehmen, neue Trends zu entdecken und Herstelltechniken schneller als seine Mitbewerber zu entwickeln. Um diesen technologischen Vorsprung zu sichern, beschäftigt das Unternehmen im Bereich „Neue Technologien“ mehr als 20 Mitarbeiter.

Der Würth Nachwuchspreis

Der Würth Nachwuchspreis wird anlässlich des „2. Deutschen Kongress der Weltmarktführer“ in Schwäbisch Hall übergeben. Der Preis ist von der Adolf Würth GmbH & Co. KG mit 10.000 Euro dotiert und wird gemeinsam mit der Fachzeitung Produktion verliehen. Er richtet sich an junge, dynamische Industrieunternehmen, die mit hoher Ingenieurskunst in ihren jeweiligen Marktsegmenten in die Fußstapfen der etablierten deutschen Weltmarkführer treten. Die Festlegung des Preisträgers erfolgt durch eine Jury, die sich wie folgt zusammensetzt: Prof. Dr. Bernd Venohr (Managementexperte und Vorsitzender der Jury), Eduard Altmann (Chefredakteur der Fachzeitung Produktion), Dr. Walter Döring (ehemaliger Wirtschaftsminister Baden-Württemberg), Robert Friedmann (Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe).

Über die Adolf Würth GmbH & Co. KG

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG ist führender Spezialist im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial für die professionelle Anwendung. Sie ist das größte Einzelunternehmen der weltweit tätigen Würth-Gruppe, die aktuell aus mehr als 400 Gesellschaften in 84 Ländern besteht und über 66.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Verkaufsprogramm umfasst über 100.000 Produkte für Handwerk und Industrie und wird von den Gesellschaften der Würth-Linie weltweit vertrieben: Von Schrauben, Schraubenzubehör und Dübel über Werkzeuge bis hin zu chemischtechnischen Produkten und Arbeitsschutz. Weltweit beliefert die Würth-Gruppe über drei Millionen Kunden. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Würth-Gruppe gemäß vorläufigem Jahresabschluss einen Umsatz von 9,7 Milliarden Euro.

Über die Fachzeitung Produktion

Die Fachzeitung Produktion erreicht mit ihrem Themen-Mix aus Technik und Wirtschaft die ganze Entscheider-Kette der verarbeitenden Industrie von Fachkräften und Spezialisten über Leiter von Fertigung und produktionsnahen Abteilungen wie Konstruktion und Logistik bis zu Geschäftsführern und Technik-Vorständen. Produktion unterstützt sie mit Technik-Know-how und Produktinformationen im Shop Floor, mit Praxis-Beispielen und Management-Tipps bei der Prozessoptimierung und mit Wettbewerbs- und Marktanalysen bei unternehmerischen Entscheidungen. Die Stärken des Fachtitels Produktion liegen in seiner großen Industrie-Reichweite, im zielgruppengenauen Themen-Spektrum, der hohen Qualität seiner faktischen Berichterstattung und der großen Aktualität in Verbindung mit zeitungstypisch schnellem Überblick.

Der Würth Nachwuchspreis 2012 geht an die ADMEDES Schuessler GmbH in Pforzheim. Geschäftsführer Dr. Andreas Schüßler nimmt den Preis entgegen.

Der Würth Nachwuchspreis 2012 geht an die ADMEDES Schuessler GmbH in Pforzheim. Geschäftsführer Dr. Andreas Schüßler nimmt den Preis entgegen.