Verleihung des 23. Würth-Literaturpreises

02.07.12

Künzelsau. Der mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Würth-Literaturpreis ist am Sonntag, 1. Juli 2012, im Museum Würth in Künzelsau-Gaisbach verliehen worden. Das Thema des dazugehörigen Literaturwettbewerbs hatte die Autorin Brigitte Kronauer im November 2011 im Rahmen der Poetik-Dozentur der Universität Tübingen festgelegt. Es lautete: „Es gibt eine Zeit der Sehnsucht, wo ihr Gegenstand noch keinen Namen trägt.“ Bei der Preisvergabe werden sprachlich innovative Texte mit einer Länge von rund 10.000 Zeichen prämiert. Mit 1.022 eingereichten Texten war die Resonanz auf die Ausschreibung für den Würth-Literaturpreis so groß wie noch nie.

Maxim Billers Kurzgeschichte „Liebe auf israelisch“ erhielt den mit 4.000 Euro dotierten 1. Platz. Für die Jury war Billers Text „rundum gelungen“. Bemerkenswert seien vor allem Billers ungewöhnlicher Sound, Stil und der einzigartige Stoff der Erzählung.

Der mit 3.500 Euro prämierte 2. Platz wurde an Ursula Wiegele für ihre Erzählung „Tanz der Zuckerfee“ vergeben. Die Jury hob besonders hervor, dass die Kurzgeschichte zwischen einem aktuellen realen Ereignis und einem biografischen Report oszilliere.

Die Jury des Würth-Literaturpreises bilden: Hans-Ulrich Grunder (Professor für Pädagogik, Fachhochschule Aargau), Dorothee Kimmich (Professorin für Neuere Deutsche Literatur, Universität Tübingen), Manfred Papst (Leiter des Ressorts Kultur der NZZ am Sonntag, Zürich), Karl-Heinz Ott (Schriftsteller, Freiburg) und Thomas Scheuffelen (Professor für Deutsche Literaturwissenschaft, Darmstadt). Die Leitung der Jury hatte Philipp Alexander Ostrowicz inne (University of Southern Denmark, Odense).

Bei der Preisverleihung trugen Maxim Billers Lektor Olaf Petersenn und Ursula Wiegele die prämierten Texte vor. Außerdem wurde die Anthologie des Würth-Literaturpreises vorgestellt. Diese ist im Swiridoff-Verlag, Künzelsau, erschienen und enthält neben den Werken der Preisträger zwölf weitere Texte. Die Namen der Autoren lauten: Susanne Neuffer (Hamburg), Wiete Lenk (Dresden), Michael Hetzner (Heilbronn), Jesse Falzoi (Berlin), Karen Köhler (Hamburg), Synke Köhler (Berlin), Regina Schleheck (Leverkusen), Ulf Iskender Kaschl (Stuttgart), Doris Anna Schilz (Berlin), Wolfgang Brosche (Bielefeld), Eva Ruth Wemme (Berlin) und Myriam Keil (Hamburg).

Der Würth-Literaturpreis wird seit 1996 in Kooperation mit der Universität Tübingen ausgelobt. Die Tübinger Poetik-Dozentur und der Würth-Literaturpreis sind Projekte der Adolf Würth GmbH & Co KG.

Verleihung des 23. Würth-Literaturpreises

Verleihung des 23. Würth-Literaturpreises