Alles in einem Paket: Spatenstich bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG für das neue Umschlaglager - europäische Drehscheibe direkt an der A6

25.06.18

Logistik aus Kundensicht gedacht: Würth bündelt Bestellungen, damit der Kunde genau eine Sendung erhält.

Künzelsau/Waldenburg. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Mutterunternehmen der weltweit tätigen Würth-Gruppe baut direkt an der A6/Ausfahrt Kupferzell im Gewerbepark Hohenlohe ein neues Umschlaglager. Am Montag, 25. Juni war Spatenstich. „Ich wünsche dem Bauvorhaben viel Glück“, freute sich auch Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth auf den Beginn des großen Bauprojekts.

Noch näher am Kunden – Drehkreuz für Europa

Ziel der optimierten Logistikstrategie ist es, Liefersplits zu vermeiden und die Positionen pro Bestellung zu bündeln, sodass der Kunde genau ein Paket bzw. eine Sendung erhält. Dazu fasst das neue Lager zum einen verschiedene Versandstellen sowie Außenläger zusammen. Zum anderen schafft der Spezialist für Befestigungs- und Montagetechnik damit eine eigene Hauptumschlagsbasis (HUB) – Sammel- und Knotenpunkt – für den Umschlag und die Zusammenfassung von Warenströmen zur Weiterverteilung, nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch in ganz Europa. Rund 20 Prozent aller Aufträge aus dem neuen Lager gehen direkt ins europäische Ausland: Bestückung der Lager von Würth Tochtergesellschaften, Sendungen direkt zu Endkunden, die im Ausland sitzen.

Über diese Hauptumschlagsbasis rückt Würth im Gesamtlogistikprozess näher an den Zielort heran bei gleichzeitig weniger Umschlag. „Mit dieser Umstellung der gesamten Logistikstruktur schaffen wir es, dem Kunden ein breites Sortiment in genau einer Zustellung zur Verfügung zu stellen. Das ist ein wirklicher Meilenstein in unserer Logistiksteuerung“, freut sich Thomas Wahl, Geschäftsführer Logistik bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG über den Neubau. „Das reduziert die Anzahl der Packstücke beim Kunden sowie das Füllmaterial.“ Gleichzeitig ergänzt die neue Strategie das Gesamtlogistiknetzwerk des Montageprofis, zu dem auch die 470 Niederlassungen deutschlandweit zählen, über die der Kunde direkt vor Ort seinen Sofortbedarf decken kann.

Logistik kundenindividuell

Der Steuerungsprozess beginnt direkt beim Bestellvorgang: Der Kunde bekommt bei der Bestelleingabe die Information, welcher Dienstleister, zu welchem Zeitpunkt die Ware bei ihm anliefert. Sind Positionen dabei, welche die Auslieferung verzögern könnten, bekommt er dies angezeigt und kann selbst entscheiden, ob er sich diese Position separat liefern lässt. „Über die Mitbestimmung des Kunden im Logistikprozess geben wir unserem Servicegedanken nochmals einen immensen Schub“, erklärt Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Größte Logistikinvestition in der Würth-Gruppe

Die Investitionssumme für das neue Umschlaglager und die damit verbundene Neugestaltung des Logistikprozesses beläuft sich auf rund 73 Millionen Euro und setzt ein entsprechendes Frachtvolumen voraus. Damit ist diese bisher größte Logistikinvestition auf der einen Seite eine klare Aussage des Unternehmens zur weiteren Standortentwicklung in Hohenlohe und spricht auf der anderen Seite gleichzeitig für das weitere Wachstum des Mutterunternehmens. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant.

Zahlen / Daten / Fakten

Das Lager ist aufgrund des Gebäudekonzepts multifunktional nutzbar, hat eine Grundfläche von rund 50.000 m² und verfügt über 62 Andockstellen zur Be- und Entladung der LKWs.

Das Lager teilt sich in drei Lagerzonen:

  • 12.800 Palettenplätze
  • Regale für Langgüter: Auf einer Regallänge von rund 4.000 Metern mit einer Höhe von 12 Metern schafft das Lager ausreichend Kapazität für sogenannte Langgüter wie zum Beispiel Montageschienen mit bis zu 6 Metern Länge.
  • 9.000 m² Bodenlager für großvolumige/sperrige Artikel wie zum Beispiel Schubkarren

Im Endausbau arbeiten rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb in dem neuen Logistikkomplex.

Spatenstich für das neue Umschlaglager

(v.l.n.r.) Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, Bernd Herrmann, Mitglied der Konzernführung der Würth Gruppe, Bürgermeister der Stadt Waldenburg Markus Knobel, Maria Würth, Sebastian Würth, Thomas Wahl, Geschäftsführer Logistik Adolf Würth GmbH & Co. KG, Dirk Baumbach, Partner Vollack GmbH & Co. KG, Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, Bürgermeister der Stadt Künzelsau Stefan Neumann, Bürgermeister der Gemeinde Kupferzell Joachim Schaaf.

Bildnachweis: Würth

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