Friedrich-von-Alberti-Gymnasium Bad Friedrichshall erhält den Würth Bildungspreis 2018

23.07.18

Künzelsau/Stuttgart. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Stiftung Würth hat den Würth Bildungspreis 2018 für herausragende ökonomische Schulprojekte aus Baden-Württemberg verliehen: Über den mit 4.000 Euro dotierten ersten Preis freute sich das Friedrich-von-Alberti Gymnasium Bad Friedrichshall. Insgesamt wurden sechs Schulprojekte mit dem Würth Bildungspreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 20. Juli im Hospitalhof in Stuttgart statt.

Der Würth Bildungspreis wird jährlich an herausragende ökonomische Schulprojekte vergeben. Die teilnehmenden Schulen erhielten ein Jahr lang Unterstützung bei der Umsetzung ihres Projekts durch das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung. Bei der Preisverleihung beglückwünschte neben Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Würth, auch Staatssekretär Volker Schebesta, Mitglied des Landtags, die Schulen zu ihrem Erfolg. „Mit sozialem Engagement, Tüftler- und Unternehmergeist führen die Schulen ihre anspruchsvollen Projekte zum Erfolg“, so Staatssekretär Volker Schebesta MdL. Der Würth Bildungspreis sei für die Schülerinnen und Schüler eine besondere Möglichkeit, sich und ihre Leistungen sichtbar zu machen - auch mit Blick auf den weiteren beruflichen Weg.

Um den Würth Bildungspreis können sich alle allgemeinbildenden weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. „Durch die Teilnahme erwerben die Schülerinnen und Schüler viele fachliche und überfachliche Kompetenzen, die für die Berufswahl und für ihren gesamten weiteren Lebensweg sehr hilfreich sind“, ist Unkelbach überzeugt. Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, verstärkt Wirtschaftswissen an Schulen zu vermitteln und damit die ökonomische Bildung der Jugendlichen zu fördern. Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg.

Für das Schuljahr 2017/2018 wurden folgende Schulen mit dem Würth Bildungspreis ausgezeichnet:

1. Preis: Friedrich-von-Alberti-Gymnasium Bad Friedrichshall

Die Situation der Näherinnen in Bangladesch möchten die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums Bad Friedrichshall nachhaltig verbessern. Durch ein Theaterstück machen sie auf deren Situation aufmerksam und erklären in „fair lessons“ schon Grundschülern, welche Möglichkeiten sie als Verbraucher haben, fair zu agieren. Beim Verkauf ihrer T-Shirts ist Nachhaltigkeit für die Schülerinnen und Schüler in der gesamten Wertschöpfungskette von höchster Bedeutung. Mit dem Gewinn unterstützen sie ihre Partnerschule sowie eine Gewerkschaft in Bangladesch und einen Nachhaltigkeitsfond.

2. Preis: Grund- und Werkrealschule Aichhalden

Die Schülerinnen und Schüler aus Aichhalden bauen ein Haus auf ihrem Schulcampus. Das Haus erhält Wasser- und Stromanschluss sowie eine Photovoltaikanlage. Schülerinnen und Schüler planen und erstellen das Haus in Kooperation mit dem Gewerbeverein Aichhalden-Rötenberg. In der Zusammenarbeit lernen sie die verschiedenen Berufsfelder gut kennen. Nach Fertigstellung wird das Haus in den täglichen Schulablauf integriert und für Sitzungen der SMV und als Kleingruppenraum zur Verfügung stehen.

3. Preis: Stiftsgymnasium Sindelfingen

Technikinteressierte Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasiums in Sindelfingen bringen Grundschülern bei, wie sie mit LEGO Mindstorms programmieren können. Die gesamte Organisation inkl. Finanzierung des Projekts lag bei den Schülerinnen und Schülern. Mit Hilfe von Sponsoren konnten mehrere Lehrgänge erfolgreich durchgeführt werden. Die Grundschüler traten im abschließenden Event mit ihren Modellen gegeneinander an und wurden von einer fachkundigen Jury prämiert.

Der vierte Preis wurde an drei Schulen vergeben:

4. Preis: Bildungszentrum Niedernhall

Im Rahmen einer Wirtschaftskunde-Arbeitsgemeinschaft prüften die Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums Niedernhall, ob sich eine Photovoltaikanlage für ihre Schule rasch amortisiert. Angebote für die Errichtung der Anlage wurden eingeholt und Verbrauchsdaten berechnet, um die optimale Anlagengröße zu ermitteln. Die Entscheidung liegt nun beim Bürgermeister und Gemeinderat – wird eine Photovoltaikanlage auf dem Schuldach in Niedernhall realisiert?

4. Preis: Elise von König Schule Stuttgart-Münster

Jeden Montag backen die Schülerinnen und Schüler der Elise von König Schule Urkornbrot, Bauernbrot, Hefezopf sowie Apfel-Nussschnecken und verkaufen ihre Waren in den Pausen. Darüber hinaus bieten die „Elises Champs“ ihre Dienstleistung für Geburtstagsfeiern und andere Events an. Die Mitarbeit im Schülerunternehmen fördert wirtschaftliches Denken und Handeln, da auch die Kalkulation, die Planung, der Einkauf und Verkauf sowie das Rechnungswesen von den Schülerinnen und Schülern organisiert werden.

4. Preis: Lindenschule Geislingen

Im Weltladen der Lindenschule verkaufen Schülerinnen und Schüler fair gehandelte Produkte. Mehrere Klassenstufen bringen sich in das Schülerunternehmen ein. Interessierte werden gerne von den Mitarbeitern über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in anderen Ländern und den fairen Handel informiert. Durch Kooperationen mit anderen Projektgruppen wird die Bildung für Kinder, insbesondere der Partnerschule in Indien unterstützt.

Nominierungen für den kommenden Würth Bildungspreis

Für den Würth Bildungspreis 2018/2019 wurden folgende Schulen nominiert: das Bildungszentrum Meckenbeuren, das Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach, die Gemeinschaftsschule Obere Donau, die Hardbergschule Mosbach, die Schillerschule Aalen und der Schulverbund im Heckental.

Würth Bildungspreis

Die Preisträger bei der Verleihung des Würth Bildungspreises in Stuttgart.

Fotonachweis: Würth/Marc Weigert.

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