Einsatzbereit in drei Minuten: Werkfeuerwehr Würth feiert 25-jähriges Jubiläum

13.10.08

Künzelsau. Am Freitag den 10. Oktober feierte die Werkfeuerwehr Würth ihr 25-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumsfeier am Abend in der Firmenzentrale von Würth in Künzelsau-Gaisbach kamen neben den geladenen Gästen und aktuellen Mitgliedern auch Gründungsmitglieder der ehemaligen Betriebs-Selbstschutzgruppe.

Die Feier bot Gelegenheit für einen Rückblick. 1983 war die Einrichtung auf Initiative von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth gegründet worden, nachdem er erlebt hatte, wie der PKW eines Mitarbeiters abbrannte. Personen kamen nicht zu Schaden, doch die Gewalt eines Feuers wurde sehr deutlich. Am 10. Oktober 1983 formierte sich die Gruppe, die zunächst aus neun Mitgliedern bestand. Volker Heckel wurde zum Leiter gewählt.

Mit dem Ziel, bei Gefahrensituationen schnell und ortskundig am Einsatzort sein zu können wurde die Betriebs-Selbstschutzgruppe kontinuierlich professionalisiert und ausgebaut. Die Ausbildung und die regelmäßigen Übungen der Mannschaft beinhalten nach wie vor Schwerpunkte, die für einen Betrieb „lebensrettend” sein können: unter anderem die Hilfeleistung und schnelle Beseitigung von Gefahrstoffen bei Unfällen, Einsatz bei Hochwasser- und Sturmschäden und natürlich das frühzeitige Unterbinden von Brandausbreitung.

Bereits zum 10-jährigen Bestehen waren 15 Mitarbeiter in der Betriebs-Selbstschutzgruppe unter Gruppenleiter Norbert Kaudelka aktiv. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten am Freitag erinnerte sich die Gruppe an einen mehrtägigen Einsatz beim Jahrhunderthochwasser in der Weihnachtswoche 1993 bei den Würth Tochtergesellschaften AHD Auto-Hifi & -Design GmbH in Ingelfingen und bei Würth Elektronik in Niedernhall.

Aus der Betriebs-Selbstschutzgruppe wurde 1994 die 20-köpfige Betriebsfeuerwehr Würth, die seit 1998 unter der Leitung ihres Kommandanten Fritz Haag steht. Im Jahr 2000 erfolgte die Anerkennung als Werkfeuerwehr durch das Landratsamt Hohenlohe.

„Unser größtes Ziel ist es natürlich, Brände zu vermeiden. Deshalb betreiben wir bei den Mitarbeitern im Unternehmen intensive Aufklärungsarbeit und versuchen Gefahrenquellen durch Begehungen zu identifizieren”, so Fritz Haag. Auch die Durchführung von Großveranstaltungen der Adolf Würth GmbH & Co. KG wäre ohne die Arbeit der Werksfeuerwehr undenkbar. Heute umfasst die Mannschaft 31 Personen.

Bei der Jubiläumsfeier überbrachten Wolfgang Brosig, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Hohenlohekreis, Reinhold Würth als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe und Bernd Herrmann im Namen der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG ihre Glückwünsche. In einem Vortrag hob Christian Freiherr von Stetten, Mitglied des Deutschen Bundestages, die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft hervor.