59 Rechenkünstler ausgezeichnet Preisverleihung Bundeswettbewerb Mathematik 2007, 2. Runde

05.12.07

Künzelsau. Der Verein Bildung und Begabung e. V. zeichnete am Mittwoch, 5. Dezember 2007 die 59 Preisträgerinnen und Preisträger der zweiten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik 2007 aus Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland aus. Die Feier fand im Alma-Würth-Saal der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau statt: Das Unternehmen fördert den Bundeswettbewerb Mathematik 2007 in den drei Bundesländern und ist Gastgeber der Preisverleihung in der zweiten Runde.

An der ersten Runde des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs 2007 hatten sich insgesamt 1.952 Schülerinnen und Schüler beteiligt, 382 davon kamen in die zweite Runde. Sie hatten Lösungen zu den Mathematik-Aufgaben aus Bereichen wie Geometrie und Algebra gefunden, diese ausgearbeitet und an die Jury geschickt.

Im Rahmen der Einsendungen in den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland waren 26 Arbeiten fehlerfrei und erhielten damit bei der Preisverleihung einen ersten Preis, 16 Arbeiten erhielten einen zweiten und 17 Arbeiten einen dritten Preis. Die Auszeichnungen sind mit Preisgeldern in Höhe von bis zu 160 Euro verbunden.

Studiendirektor Karl Fegert, Mitglied des Beirats für den Bundeswettbewerb Mathematik und Vorsitzender der Korrekturkommission, gratulierte den glücklichen Siegern: „Sie dürfen stolz auf Ihre Leistung sein! Die Aufgaben, die Sie in den vergangenen beiden Runden lösen mussten, waren nicht einfach und haben Ihnen sicher einige Mühe und eine gute Portion Durchhaltevermögen abverlangt.”

In seinem Vortrag „Mathematik und Management” setzte sich Prof. Dr. Harald Unkelbach mit der Aussage „Mathematiker war ich einmal, jetzt bin ich Manager, aber jeder Mensch entwickelt sich weiter” humorvoll auseinander.

Die ersten Preisträgerinnen und Preisträger der zweiten Runde im Rahmen des Bundeswettbewerbs Mathematik 2007 sind eingeladen, an der dritten Runde, einem Fachgespräch mit Mathematikern aus den Bereichen Universität und Schule, teilzunehmen. In dieser Abschlussrunde, die Ende Februar 2008 stattfindet, haben sie die Chance, Bundessieger zu werden. Den Bundessiegern winkt die Aufnahme als Stipendiaten in die „Studienstiftung des deutschen Volkes”.

Bundeswettbewerb Mathematik

Der Bundeswettbewerb Mathematik wurde 1970 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ins Leben gerufen. Er möchte Schülerinnen und Schüler anregen, sich eine Zeit lang intensiv mit Mathematik zu beschäftigen und durch anspruchsvolle und zugleich originelle Aufgaben Interesse für dieses Themenfeld zu wecken. Seit der erstmaligen Ausschreibung haben sich mehr als 53.000 Schüler an dem bundesweiten Wettbewerb beteiligt.

Träger des Bundeswettbewerbs Mathematik ist der Verein Bildung und Begabung e. V. als eine Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Das Wecken, Finden und Fördern von Begabungen bei Schülern ist der gemeinsame Nenner aller Aktivitäten dieses 1985 gegründeten, gemeinnützigen und überparteilichen Vereins. Er unterstützt und ergänzt damit die Bemühungen der bestehenden Bildungseinrichtungen um die Findung und Förderung besonders Befähigter und Motivierter, insbesondere im Sekundarschulbereich.

Gefördert wird der Bundeswettbewerb Mathematik vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Stifterverband. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler.

Der Wettbewerb wird jährlich ausgeschrieben und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die eine zur allgemeinen Hochschulreife führende Schule besuchen. Eine Teilnahme steht Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen offen – in seinen inhaltlichen Anforderungen orientiert sich der Wettbewerb jedoch an den Klassen 10 bis 13.

Der Wettbewerb läuft in drei Stufen ab: In den ersten beiden Runden sind jeweils vier Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen der Elementarmathematik (Geometrie, Kombinatorik, Zahlentheorie, Algebra) in Hausarbeit zu lösen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in die dritte Runde kommen, führen ein Fachgespräch mit Mathematikern aus den Bereichen Universität und Schule.