Stiftung Würth unterstützt Klavierprojekt für Menschen mit Behinderung – Initiatorin Carmen Würth bei Vorort-Termin in Krautheim-Klepsau

06.06.13

Künzelsau/Krautheim-Klepsau. Die Stiftung Würth hat an der Andreas-Fröhlich-Schule in Krautheim-Klepsau ein Klavierprojekt ins Leben gerufen, um die Motorik und Sensomotorik von Schultern, Armen und Händen bei Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Carmen Würth, Schirmherrin des Projekts und seit Jahrzehnten in der gesellschaftlichen Integration geistig behinderter Menschen engagiert, überzeugte sich jetzt bei einem Vorort-Termin von den Lernerfolgen der Klavierschülerinnen und –schülern.

Die wissenschaftlichen Grundlagen des Projekts basieren auf der Grundlagenforschung von Prof. Renée Lampe. Die Leiterin des Münchner Integrationszentrums für Cerebralparese (ICP) hat seit 2012 die Markus-Würth-Stiftungsprofessur an der Technischen Universität München (TUM) inne. Infantile Cerebralparesen sind frühkindliche Hirnschädigungen, oftmals als Folge von Sauerstoffmangel bei der Geburt. Diese Schädigungen haben häufig schwerwiegende Folgen wie motorische Störungen, Spastik der Muskulatur, Sprech- und Sprachstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Lernbeein-trächtigungen und Epilepsie.

Mit dem Projekt in Klepsau verfolgen Carmen Würth und die Stiftung Würth drei Ziele: Den direkten Wissenstransfer der Grundlagenforschung in die alltägliche Arbeit mit Menschen mit Behinderung, ein Engagement in der Region Heilbronn-Franken und schließlich die Sensibilisierung von Musiklehrern für den Unterricht von Menschen mit Behinderung. Denn auch für Musiklehrerin Elisabeth Stärkel war der Unterricht in Klepsau ein Sprung ins kalte Wasser, da sie in Klepsau erstmals Kinder mit Behinderung unterrichtet: „Die Klavierstunden sind für meine Schüler, aber auch für mich eine große Bereicherung. Die Kinder nehmen mit sehr viel Freude und großer Begeisterung am Unterricht teil.“
Carmen Würth war bei ihrem Besuch von den Darbietungen begeistert. „Das Klavierspiel setzt einen Reifungs- und Entwicklungsprozess in Bewegung. Die Kinder werden ruhiger, können sich verstärkt selbst kontrollieren und haben bei allem Lernen noch Freude an dem, was sie tun.“

Info: Stiftung Würth

Die Stiftung Würth wurde im Jahr 1987 von Reinhold und Carmen Würth gegründet. Sie fördert eine Vielzahl an Projekten aus Kunst und Kultur, Forschung, Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung. Das Stiftungskapital beträgt derzeit sieben Millionen Euro. Neben ihren eigenen Aktivitäten unterstützt die Stiftung Würth auch Projekte anderer Veranstalter.

Info: Andreas-Fröhlich-Schule Klepsau

Die Andreas-Fröhlich-Schule Klepsau umfasst eine Schule und einen Schulkindergarten, die Kinder und Jugendliche mit angeborener oder erworbener Körper- und Mehrfachbehinderung besuchen. Sie ist eine Einrichtung der Reha-Südwest für Behinderte gGmbH.

Info: Technische Universität München (TUM)

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 460 Professorinnen und Professoren, 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 31.000 Studierenden eine der führenden technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance mit einem Forschungscampus in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet.

Stiftung Würth unterstützt Klavierprojekt für Menschen mit Behinderung – Initiatorin Carmen Würth bei Vorort-Termin in Krautheim-Klepsau

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