Würth Bildungspreis geht an das Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach

26.07.19

Künzelsau/Stuttgart. Das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach belegt mit dem Projekt „Das Schillercafé“ den ersten Platz beim Würth Bildungspreis 2019. Den Preis verleiht das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Stiftung Würth jährlich für herausragende ökonomische Schulprojekte in Baden-Württemberg. Der erste Platz ist mit 4.000 Euro dotiert. Insgesamt wurden sechs Schulprojekte mit dem Würth Bildungspreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 25. Juli 2019 im Neuen Schloss in Stuttgart statt.

Die teilnehmenden Schulen erhielten ein Jahr lang Unterstützung bei der Umsetzung ihres Projekts durch das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung. Bei der Preisverleihung beglückwünschte neben Helmut M. Jahn und Maria Würth, Vorstände der Stiftung Würth, auch Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, die Schulen zu ihrem Erfolg. „Seit jeher sind es die findigen Ideen der Menschen, die das rohstoffarme Baden-Württemberg vorangebracht haben. Doch nicht nur die gute Idee ist gefragt, sondern auch ökonomisches Know-how, um die Idee zu befördern und ihr zum Erfolg zu verhelfen. Genau das ist das Anliegen des Würth Bildungspreises. Er fördert die ökonomische Bildung an unseren Schulen besonders effektiv, weil er sie praktisch unterstützt. Auch in diesem Jahr sind wieder viele beeindruckende Ideen am Start. Ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Erfolg und wünsche mir, dass sie auch in Zukunft noch viele gute Ideen haben“, so Ministerin Susanne Eisenmann.

Um den Würth Bildungspreis können sich alle allgemeinbildenden weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, verstärkt Wirtschaftswissen an Schulen zu vermitteln und damit die ökonomische Bildung der Jugendlichen zu fördern.

Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg.

Für das Schuljahr 2018/2019 wurden folgende Schulen mit dem Würth Bildungspreis ausgezeichnet:

1. Preis: Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach: Das Schillercafé

Das Schillercafé hat sich als Treffpunkt an der Schule etabliert. Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums können sich im Schillercafé mit Getränken und selbst hergestellten Snacks versorgen. Das Schillercafé ist eine eingetragene Schülergenossenschaft. Sämtliche Aufgabenbereiche lagen in der Verantwortung der Schülerinnen und Schüler. So konnte jeder seine Talente einbringen und sich weiterentwickeln.

2. Preis: Schillerschule Aalen: „Chairity up“ – ein Neustart für alte Holzstühle

Um Kenntnisse über Restauration und Design von Holzstühlen zu erwerben, besuchten die Schülerinnen und Schüler der Schillerschule Aalen verschiedene Workshops und arbeiteten mit einer örtlichen Schreinerei zusammen. Einige Stühle wurden bereits an ein Café in Aalen verkauft. „Chairity up“ ermöglichte den Schülerinnen und Schülern u. a. eine vertiefte berufliche Orientierung und die Möglichkeit, verschiedene Handwerksberufe kennenzulernen.

3. Preis: Hardbergschule Mosbach: Schülerfirma Neonboards

Zusätzlich zur bereits bestehenden Produktion und Vermarktung von Longboards rief die Hardbergschule Mosbach ihre eigene Modekollektion ins Leben. Durch den Erwerb einer Siebdruckmaschine konnten T-Shirts, Pullover und Tassen mit eigenem Logo produziert werden. In Workshops unterrichteten die Schülerinnen und Schüler das Fahren mit dem Longboard. Sogar angehende Sportlehrer der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zählen zu ihren Kunden.

Der vierte Preis wurde an folgende drei Schulen vergeben:

4. Preis: Christliche Schule im Hegau Hilzingen: GETTING IN TOUCH

Die Christliche Schule im Hegau öffnete im aktuellen Schuljahr ihre Türen für interessierte Gäste außerhalb der Schule. „GETTING IN TOUCH“ war das Motto, unter dem verschiedene Veranstaltungen in der Cafeteria der Schule geplant wurden, wie eine Burger Night, ein Konzert und mehrere Gesprächsabende. Die Organisation der Veranstaltungen übernahmen die Schülerinnen und Schüler. Bei der Bewirtung ihrer Gäste legten sie großen Wert auf regionale Speisen und Getränke.

4. Preis: Gemeinschaftsschule Obere Donau Fridingen: Lieferservice blitzschnell!

Der Lieferservice blitzschnell! ist eine solidarische Idee der Gemeinschaftsschule Obere Donau, um den Einwohnern in den weitläufigen Stadtteilen von Fridingen eine Belieferung mit Lebensmittel zu ermöglichen. Für diesen Service verhandelten die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Lebensmittelunternehmen der Region. Eine erste Auslieferung an die Stadtverwaltung Fridingen erfolgte bereits mit dem schuleigenen E-Bike.

4. Preis: Schulverbund im Heckental: Unser Schulkiosk als rundum-sorglos-Paket

Unter dem Motto „billiger & chilliger“ wurde der Schulkiosk des Schulverbunds im Heckental eröffnet. Abteilungen wurden installiert und der Verkauf organisiert, um die Mitschüler mit Schreibmaterial zu versorgen. Recycling ist den Schülerinnen und Schülern dabei wichtig: Verkauft werden insbesondere Produkte mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“.

Nominierungen für den kommenden Würth Bildungspreis

Für den Würth Bildungspreis 2019/2020 wurden folgende Schulen nominiert:

  • Albert-Schweitzer-Gymnasium Neckarsulm: Schulprojekt „Alberts Weinstöckle eSG“
  • Albertville-Realschule Winnenden: Kaffee fairzehren – aus der schuleigenen Rösterei
  • Lehenbachschule Winterbach: Schülerfirma Bäckerei
  • Schlossgymnasium Kirchheim unter Teck: Schülergenossenschaft Teckstile SG
  • Schule am Steinhaus Besigheim: Woodpecker – Die Firma am Steinhaus
  • Silcherschule Eislingen: SilcherBau
Würth Bildungspreis 2019

Die Preisträgerschulen bei der Verleihung des Würth Bildungspreis 2019.

Bildnachweis: Scanner GmbH

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