Gymnasium Friedrich II. Lorch wird mit dem Würth Bildungspreis 2013 ausgezeichnet

18.10.13

Künzelsau/Stuttgart. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Stiftung Würth hat den Würth Bildungspreis 2013 für herausragende ökonomische Schulprojekte verliehen.

Künzelsau/Stuttgart. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Stiftung Würth hat den Würth Bildungspreis 2013 für herausragende ökonomische Schulprojekte verliehen. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Friedrich II. Lorch dürfen sich über den ersten Platz freuen, der mit 4.000 Euro dotiert ist.

Ihr Projekt „GF II managt“ umfasste einen zweistufigen Planspielwettbewerb, bei dem die Schüler ein fiktives Wassersport- und Freizeit-Center leiteten und sich auf diesem Weg wirtschaftliche Zusammenhänge erarbeiteten. „Der Planspielwettbewerb, der in der gesamten Klassenstufe 9 durchgeführt wurde, hat eine stärkere Einbindung des Themenfelds Wirtschaft am Gymnasium Friedrich II. Lorch bewirkt. Auch die Idee, Auszubildende der Bildungspartnerunternehmen einzubeziehen, hat das Projekt sehr bereichert“, so die Jury.

Insgesamt sechs Schulen aus Baden-Württemberg hatten die Endrunde des Wettbewerbs erreicht und erhielten ihre Preise am 16. Oktober bei der offiziellen Verleihung im Neuen Schloss Stuttgart. Sie alle hatten ein Jahr lang durch das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung professionelle Unterstützung beim Umsetzen des Projekts erhalten.

Der zweite Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 3.000 Euro, ging an das Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd. Das Projekt „Unternehmen Wirtschaft – Wirtschafft Nachhaltigkeit“ der Schule erweiterte und schärfte das ökonomische Profil des Gymnasiums. Hauptziel des integrativen Konzepts war Nachhaltigkeit, sowohl im Wirtschaften als auch im Lernen.

Die Grund- und Werkrealschule Villingendorf erhielt für ihr Vorhaben „ready to go to Ireland“ den Bronzepreis in Höhe von 2.000 Euro. Sie gründete eine Schülergenossenschaft, die unter anderem Caterings, einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, ein irisches Dinner sowie ein Barbecue organisiert. Die dabei erzielten Gewinne verwendeten die Schülerinnen und Schüler für eine Klassenfahrt nach Irland.

Drei weitere Schulen, das August-Ruf-Bildungszentrum Ettenheim, die Sonnenluger-Werkrealschule Mengen sowie die Karl-Erhard-Scheufelen-Grund- und Werkrealschule Lenningen, wurden mit dem vierten Platz ausgezeichnet und erhielten ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro.

„Der Wettbewerb ermöglicht den Jugendlichen Einblicke in komplexe ökonomische Vorgänge und fördert soziale Werte wie Teamfähigkeit sowie handlungsorientierte Vorgehensweisen. Die Projekte zeugen von findigem Unternehmergeist und Kreativität – Eigenschaften, die in Baden-Württemberg eine lange Tradition haben“, sagte Dr. Jörg Schmidt, Ministerialdirektor und Amtschef des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg. Ökonomische Inhalte müssten einen höheren Stellenwert in den Schulen bekommen. Deshalb werde das Kultusministerium mit der Bildungsplanreform 2015 das Fach „Wirtschaft und Berufs- und Studienorientierung“ in allen allgemein bildenden weiterführenden Schulen einführen.

Der Würth Bildungspreis ist langfristig angelegt und wird daher im Schuljahr 2013/2014 fortgesetzt. In die Endrunde des Wettbewerbs wurden das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Hockenheim, die Walter-Erbe-Realschule Tübingen, die Gemeinschaftsschule Eigeltingen, die Hohenbergschule Albstadt-Ebingen sowie die Robert-Gerwig-Schule St. Georgen aufgenommen.

Der Würth Bildungspreis

Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung unter dem Dach der Stiftung Würth schreibt den Würth Bildungspreis jährlich für zukunftsorientierte Ökonomie-Schulprojekte aus. Die erstmalige Auslobung fand im Frühjahr 2006 statt.

Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, der seit vielen Jahren die ökonomische Bildung Jugendlicher aufmerksam im Blick hat und 2005 mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Ökonomische Bildung einen deutlichen Impuls dafür gegeben hat, dass Wirtschaftswissen verstärkt in den Schulen vermittelt wird.

Das Kompetenzzentrum kooperiert in diesem Rahmen eng mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, hat die Schirmherrschaft über den Würth Bildungspreis übernommen.

Um den Würth Bildungspreis können sich alle weiterführenden, allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben. Im Unterschied zu vielen anderen Preisen wird nicht ein bereits abgeschlossenes, in der Vergangenheit durchgeführtes Projekt bewertet, sondern es geht um ein Projektvorhaben, das die jeweiligen Schulen im folgenden Schuljahr umsetzen wollen. Die in diesem Rahmen durchgeführten Projekte sollen in erster Linie unternehmerisches und wirtschaftliches Denken und Handeln in der Schule stärken.

Unter allen Bewerbern werden in einem ersten Schritt jährlich sechs Schulen ausgewählt, die bei der Umsetzung ihrer Projekte professionelle Beratung und finanzielle Unterstützung erhalten. Nach Ablauf eines Jahres zeichnet das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung die besten dieser Projekte mit dem Würth Bildungspreis aus, der mit weiteren 12.000 Euro dotiert ist.

Bildungspreis 2013

Schülerinnen und Schüler aller Preisträgerschulen bei der Verleihung des Würth Bildungspreises 2013