Sven Amtsberg aus Neustadt in Holstein und Silke Andrea Schuemmer aus Berlin erhalten den 30. Würth-Literaturpreis

20.10.19

Sven Amtsberg aus Neustadt in Holstein und Silke Andrea Schuemmer aus Berlin sind am Sonntag, 20. Oktober, im Museum Würth in Künzelsau-Gaisbach von der Stiftung Würth mit dem 30. Würth-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert. Das Thema der Ausschreibung hatte der Autor Uwe Timm gestellt, der sich 2018 die Poetik-Dozentur an der Universität Tübingen mit Frank Witzel teilte. Es lautete: „Am Grab von Joseph Brodsky“. Rund 60 Autorinnen und Autoren hatten der Jury ihre Texte in anonymisierter Form eingereicht.

Den ersten Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, erhielt Sven Amtsberg für den Beitrag „Rakete Schmidt“. Schriftsteller Karl-Heinz Ott lobte in seiner Laudatio, dies sei „ein vollkommener Text“. „Wir haben es mit einer großartigen Groteske zu tun: der Tod als Möglichkeit, die Größe haben zu dürfen, die man im Leben nicht haben durfte.“

Der mit 2.500 Euro dotierte zweite Preis ging an Silke Andrea Schuemmer für die Kurzgeschichte „Borschtsch in Venedig“. Laudator Manfred Papst, Leiter der Kulturredaktion, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, bezeichnete die Geschichte als einen Text, „der durch seine außergewöhnliche Sprachmusikalität berückt“. Silke Andrea Schuemmers sei „eine Autorin, die es versteht Texte zu schreiben, die zugleich reichhaltig, welthaltig und dinglich sind.“

Die prämierten Texte sowie weitere elf ausgewählte Erzählungen der Literaturpreis-Teilnehmer wurden in eine Anthologie aufgenommen, die im Swiridoff-Verlag, Künzelsau, erschienen ist. Der Band wurde bei der Preisverleihung vorgestellt.

Der Würth-Literaturpreis

Der Würth-Literaturpreis ist ein für den Nachwuchs geschaffener Preis. Er wird seit 1996 von der Stiftung Würth in Kooperation mit der Universität Tübingen ausgelobt. Prämiert werden Prosa-Texte mit einer Länge von 10.000 Zeichen, die überzeugend eigene sprachliche Wege gehen. Die Jury des Würth-Literaturpreises bilden: Hans-Ulrich Grunder (Erziehungswissenschaftler, Basel); Dorothee Kimmich (Literaturwissenschaftlerin und Organisatorin der Poetik-Dozentur, Universität Tübingen); Karl-Heinz Ott (Schriftsteller, Freiburg); Manfred Papst (Leiter der Kulturredaktion, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag); Thomas Scheuffelen (Professor für Literaturwissenschaft, TU Darmstadt). Geleitet wird die Jury von Philipp Alexander Ostrowicz (Copenhagen Business School, Kopenhagen, Dänemark).

Über die Stiftung Würth

Im Jahr 1987 wurde die Stiftung Würth von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth gegründet. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Künzelsau und verfolgt gemeinnützige und mildtätige Zwecke.

Die Stiftung Würth fördert Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Bildung und Erziehung sowie der Integration von Flüchtlingen und Migranten – schwerpunktmäßig in der Region Hohenlohe, dem Stammsitz des Unternehmens Würth. Die Projekte der Stiftung Würth werden von der inländischen Würth-Gruppe, insbesondere der Adolf Würth GmbH & Co. KG, unterstützt.

Ein Pressefoto finden Sie nachfolgend. V.l.: Carmen Würth, die Preisträger Silke Andrea Schuemmer und Sven Amtsberg, Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Würth). Foto: Andreas Lechner, Scanner