Der Würth Bildungspreis geht in eine neue Runde – sechs Schulen wurden nominiert

11.11.19

Künzelsau/Stuttgart. Das Kompetenzzentrum Ökonomische Bildung hat sechs Schulen aus Baden-Württemberg für den Würth Bildungspreis 2019 nominiert. Die Schulen präsentierten ihre Projekte am Mittwoch, 6. November im Neuen Schloss in Stuttgart. Die Schülerinnen und Schüler erhalten im aktuellen Schuljahr beratende sowie finanzielle Unterstützung in Höhe von maximal 6.000 Euro für die Durchführung der Projekte. Im Sommer 2020 wird der Würth Bildungspreis an die Schule verliehen, die die größte Weiterentwicklung in den ökonomischen Kompetenzen der Teilnehmer aufzeigen kann.

Die beteiligten Schulen bleiben insgesamt drei Jahre im Würth Förderkreis und erfahren somit eine kontinuierliche und nachhaltige Unterstützung.

Mit dem Würth Bildungspreis gibt die Stiftung Würth einen wichtigen Impuls für die Vermittlung von ökonomischer Kompetenz und unternehmerischem Denken und Handeln. Initiator des Preises ist der Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth. Seit vielen Jahren hat er die ökonomische Bildung Jugendlicher aufmerksam im Blick und setzt sich verstärkt dafür ein, Kenntnisse über Wirtschaftsprozesse und Unternehmertum bei Schülern und Lehrkräften zu verbessern. Dazu besteht eine enge Kooperation mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Um den Würth Bildungspreis können sich alle weiterführenden, allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg bewerben.

Folgende Schulen sind mit ihren Projekten im Schuljahr 2019/2020 nominiert:

Albert-Schweitzer-Gymnasium Neckarsulm: „Alberts Weinstöckle eSG“

Die Schülergenossenschaft „Alberts Weinstöckle eSG“ bewirtschaftet einen eigenen Weinberg am Scheuerberg in Neckarsulm. Die Schülerinnen und Schüler verantworten alle Aufgaben vom Einkauf, über die Buchführung bis hin zur Vermarktung des Traubenseccos und des Trollingers. In einem Businessplan werden Ziele und Ressourcen festgehalten. Die Beteiligung verschiedener Klassenstufen in den Lernprozessen ermöglicht die dauerhafte Integration in den Schulalltag.

Lehenbachschule Winterbach: Schülerfirma Bäckerei

Die Lehenbachschule plant im Rahmen einer Schülerfirma die Produktion und den Verkauf von Backwaren an zwei Tagen in der Woche. Die Schülerinnen und Schüler werden in der Schülerfirma alle Bereiche eines Unternehmens durchlaufen. Ziel ist die Kreation eines schulspezifischen Gebäcks, das als Marketinginstrument eingesetzt werden kann. Darüber hinaus ist der Verkauf bei Veranstaltungen der Gemeinde oder bei Familienfesten geplant.

Albertville-Realschule: Kaffee „fairzehren“ – aus der schuleigenen Rösterei

Die Schülerfirma „Klamottenkiste“ der Albertville-Realschule ist im Textilbereich tätig. Das bestehende Angebot soll um den Bereich „Gaumenfreude“ erweitert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben das „Kistenkaffee“ eingerichtet, das Kaffeespezialitäten, Kakao & Co. anbietet. In der schuleigenen Rösterei sollen die Bohnen für den Kaffee geröstet werden. Ziel ist es, fair produzierte und fair gehandelte Ware anzubieten und gleichzeitig die ökonomische Kompetenz der Schüler zu verbessern.

Schule am Steinhaus, SBBZ Lernen Besigheim: „Woodpecker“ – Die Firma am Steinhaus

Die „Woodpecker“ reparieren und produzieren Gegenstände aus Holz. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich für die Mitarbeit in der Schülerfirma bewerben. Durch die Mitarbeit lernen sie die Abläufe in einem Betrieb und die Handhabung von Maschinen und Werkzeuge kennen. Die Schülerfirma plant, ihre Prozesse zu optimieren und den Vertrieb weiterzuentwickeln. Darüber hinaus soll eine eigene Homepage entstehen.

Schlossgymnasium Kirchheim unter Teck: Schülergenossenschaft „Teckstil eSG“

„Teckstil eSG“ kümmert sich unter anderem um das Design und den Vertrieb von Schulkleidung für Schülerinnen und Schüler des Schlossgymnasiums. Die Schülerfirma entwickelt sich stetig weiter. Künftig wird die nachhaltige Produktion von Einkaufstaschen aus gebrauchten PET-Flaschen das Portfolio erweitern. Alle Produkte von Teckstile SG sollen ökologisch und sozial nachhaltig hergestellt sein.

Silcherschule Eislingen: „SilcherBau“

Die Schülerfirma „SilcherBau“ wird sich um kleine bis mittelgroße handwerkliche Projekte rund um das Schulgebäude kümmern. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei von deren Bildungspartnern aus den Bereichen Bau, Industrie und Handwerk unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler lernen durch ihre Tätigkeit handwerkliche und betriebswirtschaftliche Themen in der Praxis kennen und übernehmen Verantwortung.

Schüler der Schule am Steinhaus

Die Schülerinnen und Schüler der Schule am Steinhaus in Besigheim präsentieren ihre Schülerfirma „Woodpecker“

Bildnachweis: Würth

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