Anwendungen im Brückenbau

Die Verkehrsinfrastruktur ist starken Umwelteinflüssen und stetig steigendem Verkehr ausgesetzt. Dies führt oft zu Änderungen in der Verkehrsführung bzw. an der Brückenausstattung. In unserem Programm zur Befestigung von Brückenkomponenten im Sanierungsfall berücksichtigen wir den Wunsch des Anwenders nach praxisgerechten montagefreundlichen Verankerungssystemen. Um den hohen Sicherheitsstandards im Brückenbau gerecht zu werden, bieten wir Ihnen Produkte, die ihre Verwendbarkeit und Eignung für die einzelnen Anwendungen in den nötigen Zulassungen und Prüfberichten beweisen.

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Kappenbefestigung

Die Betonschraube TSM-BS 16 baut in Verbindung mit dem Verbundmörtel WIT-BS im Altbeton ein Verankerungssystem unter Ausnutzung von Verbund und Formschluss auf.

Betonschraube TSM-BS 16

Betonschraube TSM-BS 16

Verbundmörtel WIT-BS

Eigenschaften

Die Betonschraube TSM-BS 16 baut in Verbindung mit dem Verbundmörtel WIT-BS im Altbeton ein Verankerungssystem unter Ausnutzung von Verbund und Formschluss auf. Im Ringspalt zwischen Beton und Anker wird beim Eindrehen mit einem Schlagschrauber der ins Bohrloch gefüllte Verbundmörtel nach oben gedrückt. Durch den austretenden Überschussmörtel dichtet die Dichtscheibe das Bohrloch im gleichen Arbeitsgang ab. Die Dichtigkeit nach einer Belastung mit 100.000 Lastwechseln ist nachgewiesen. Die Schraube ist sofort belastbar.

In der aufbetonierten Kappe wirkt der Schraubenkopf wie ein einbetonierter Kopfbolzen. Die Bemessungsregeln aus den Zulassungen sind zu beachten. Optional kann die Betonschraube auch in der Materialgüte hochkorrosionsbeständiger Stahl HCR geliefert werden.

 

  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-21.8-1880 (Neubeton)
  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-21.1-1799 (Altbeton)
  • Dichtheitsprüfung der LGA Nürnberg
  • Materialgüte: Nicht rostender Stahl A4, hochkorrosionsbeständiger Stahl HCR
  • Untergrund: Gerissener Beton C20/25 bis C50/60

Vorteile

  • Sofort belastbar
  • Hohe Zuglasten
  • Einschrauben und Abdichten in einem Arbeitsgang
  • Zugelassen als Beton-Beton-Verbinder
  • Zugelassen für die Durchsteck- und Vorsteckmontage
  • Geprüfte Dichtigkeit nach 100.000 Lastwechseln
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Schubverbund

Die Zulassung Z-21.8-1880 erlaubt das Verbinden von alten und neuen Betonbauteilen. Die Betonschraube erfordert ein kleineres Bohrloch und eine minimale Bohrlochreinigung im Vergleich zu herkömmlichen Befestigungstechniken.

Betonschraube TSM-BS 16

Betonschraube TSM-BC 12

Eigenschaften

Die Zulassung Z-21.8-1880 erlaubt das Verbinden von alten und neuen Betonbauteilen. Die Betonschraube erfordert ein kleineres Bohrloch und eine minimale Bohrlochreinigung im Vergleich zu herkömmlichen Befestigungstechniken. Sie ist exakt einzujustieren und sofort belastbar. Optional kann der Schraubenkopf mit einem Teller zur Bewehrungshalterung ausgerüstet werden. Im Altbeton erfolgt die Verankerung durch Formschluss des Spezialgewindes bzw. über Verbund.Im Neubeton wirkt der Schraubenkopf analog einer Kopfbolzenverbindung. Die Angaben der Zulassung sind zu berücksichtigen.

 

  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-21.8-1880
  • Europäisch Technische Zulassung ETA-06/0124
  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-21.1-1799 zur Lasterhöhung
  • Zugelassen für gerissenen Beton
  • Untergrund: Gerissener Beton C20/25 bis C50/60
  • Materialgüte: Stahl blank
  • Optional mit Bewehrungshalter

Vorteile

  • Sofort belastbar
  • Kleines Bohrloch
  • Zugelassen als Beton-Beton-Verbinder
  • Geringere Anforderung an die Bohrlochreinigung
  • Optionaler Bewehrungshalter
  • Schnelle Montage
  • Optional mit Verbundmasse WIT-BS
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Nachträglicher Bewehrungsanschluss

Mit der speziellen Druckluftreinigungstechnik von Würth erfolgt die Bohrlochreinigung bei hammer- und pressluftgebohrten Löchern durch mehrmaliges Ausblasen des Bohrloches. Hier ist kein Ausbürsten des Bohrloches erforderlich. Dies spart dem Anwender Zeit und Kosten und vereinfacht den Prozess.

Verbundmörtel

Verbundmörtel WIT-PE 1000, WIT-UH 300

& WIT-VM 250

Eigenschaften

Würth hat mit dem Injektionssystem WIT-REBAR eine innovative Lösung für nachträglich eingemörtelte Bewehrungsanschlüsse entwickelt. Diese Bewehrungsanschlüsse werden sowohl im Neubau als auch bei Renovierungen oder Nutzungsänderungen bestehender Gebäude eingesetzt. Mit der speziellen Druckluftreinigungstechnik von Würth erfolgt die Bohrlochreinigung bei hammer- und pressluftgebohrten Löchern durch mehrmaliges Ausblasen des Bohrloches. Hier ist kein Ausbürsten des Bohrloches erforderlich. Dies spart dem Anwender Zeit und Kosten und vereinfacht den Prozess. Mit dem System können Bewehrungsstäbe nachträglich in Beton C 12/15 bis C 50/60 bis zu einer Setztiefe von 280 cm verankert werden. WIT-REBAR – das System mit Zukunft!

 

  • Verankerung durch Verbund zwischen Injektionsmörtel und Bewehrungsstab
  • Bemessung wie bei geraden einbetonierten Bewehrungsstäben nach geltender Stahlbetonnorm EN 1992-1-1:2004
  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-21.8-1834
  • Europäisch technische Zulassung ETA-07/0313
  • Feuerwiderstand: F30, F60, F90, F120 und F180 in Zulassung Z-21.8-1834 enthalten
  • Temperaturbeständigkeit bis +50°C, kurzzeitig bis +80°C
  • Mindestbauteiltemperatur: +5°C
  • Transport- und Lagertemperatur (Kartusche): +5°C bis +25°C
  • Mindesthaltbarkeit bei richtiger Lagerung: 24 Monate

Vorteile

  • Flexible und zuverlässige nachträgliche Ergänzung von Anschlussbewehrung
  • Zugelassenes Gesamtsystem für Stabdurchmesser 8 bis 28 mm und Zuganker W-ZA M12, M16 und M20
  • Lange Verarbeitungszeiten WIT-REBAR Schulung für Monteure → eine sichere und einfache Montage
  • Die Bohrlöcher können im Hammer- und Pressluftbohrverfahren sowie Diamantbohrverfahren hergestellt werden
  • Sehr große Verankerungslängen (bis 2,80 m bei Stabdurchmesser 14-28 mm und Mörteltemperatur ≥ 20°C)
  • Flexible Montage: horizontal, vertikal nach unten und oben (über Kopf)
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Brückengeländer nach Richtzeichnung Gel 14 bzw. Gel 33

Die Betonschraube W-BS-A4 TYP ST mit Anschlussgewinde aus Edelstahl A4 wurde speziell für den Anwendungsfall Brückengeländer entwickelt. Das Bohrloch in der Fußplatte dient zulassungskonform als Bohrschablone für die Bohrung im Beton.

Betonschraube und Injektionsmörtel

Betonschraube W-BS-A4, Typ ST Stockschraube

Injektionsmörtel WIT-BS

Eigenschaften

Die Betonschraube W-BS-A4 TYP ST mit Anschlussgewinde aus Edelstahl A4 wurde speziell für den Anwendungsfall Brückengeländer entwickelt. Das Bohrloch in der Fußplatte dient zulassungskonform als Bohrschablone für die Bohrung im Beton. Beim Eindrehen der Schraube wird der vorher ins Bohrloch injizierte Verbundmörtel über den Ringspalt nach außen gedrückt und dichtet das Bohrloch ab. Die Betonschraube kann ohne Berücksichtigung von Aushärtezeiten sofort belastet werden. In der Richtzeichnung Gel 14 hat das Bundesamt für Straßenwesen die Befestigung von Brückengeländern geregelt. Alternativ kann hier die Fußplatte mit einem Verbundanker M12 oder einer Betonschraube M12 mit Bohrlochvergussmasse für gerissenen Beton befestigt werden. Die Deutsche Bahn gibt bei der Geländerpfosten?befestigung für Dienstgehwege in massiven Bauteilen in der Richtzeichnung Gel 33 ebenfalls die Varianten Verbundanker oder Betonschraube vor, in diesem Fall mit Gewinde M16. Optional auch in hochkorrosionsbeständigem Stahl (HCR) erhältlich.

 

  • Europäische Technische Zulassung ETA-16/0043
  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-21.1-1799
  • Materialgüte: Nicht rostender Stahl A4
  • Untergrund: Gerissener Beton C20/25 bis C50/60

Vorteile

  • Durchsteckmontage
  • Sofort belastbar
  • Einsatzbereich bis –15 °C
  • Kleines Bohrloch gegenüber Verbundanker
  • Komplett demontierbar

Montageprotokoll

Montageprotokoll WIT-BS

Brückengeländer

Ankerstange W-VIZ-A/A4

Injektionsmörtel WIT-VM 100

Eigenschaften

Der Ankerstange W-VIZ-A/A4 ermöglicht durch

Die spezielle Konenform einen sehr gleichmäßigen und spreizdruckarmen Kraftübertrag. Dies führt zu hohen Lasten in Kombination mit kleinen Rand- und Achsabständen. Für die Befestigung von Brückengeländern nach

Richtzeichnung Gel 14 hat Würth einen Anker mit Anschlußgewinde M12 und 12 mm Bohrloch im Programm. Das Bohrloch in der Anbauplatte kann somit im Gegensatz zu den meisten Verbundankern auch bei Durchsteckmontage den Vorgaben der Zulassung entsprechen. Die Deutsche Bahn gibt bei der Geländerpfostenbefestigung für Dienstgehwege inmassiven Bauteilen in der Richtzeichnung Gel 33 ebenfalls die Varianten Verbundanker oder Betonschraube vor, in diesem Fall mit Gewinde M16. Optional auch in hochkorrosionsbeständigem Stahl (HCR) erhältlich. Gel 33 auf Anfrage.

  • Europäische Technische Zulassung ETA-04/0095
  • Materialgüte: Nicht rostender Stahl A4
  • Untergrund: Gerissener Beton C20/25 bis C50/60

Vorteile

  • Durchsteckmontage möglich
  • Hohe Zuglasten
  • Geringe Rand- und Achsabstände
  • Einsatzbereich bis –5 °C

Montageanleitung

Montageanleitung W-VIZ

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Lärmschutzwände

Dynamische Lasteinwirkungen stellen eine sehr hohe Anforderung an ein Befestigungelement. Gerade im Ingenieurbau können diese dynamischen Anteile jedoch entscheidend sein. An Lärmschutzwänden wirken oft in exponierter Lage hohe Sog- und Druckkräfte aus dem Verkehr.

WIT-VM 100

Dynamikanker W-VIZ/HCR dynamic

Verbundmörtel WIT-VM 100

Eigenschaften

Dynamische Lasteinwirkungen stellen eine sehr hohe Anforderung an ein Befestigungelement. Gerade im Ingenieurbau können diese dynamischen Anteile jedoch entscheidend sein. An Lärmschutzwänden wirken oft in exponierter Lage hohe Sog- und Druckkräfte aus dem Verkehr. Der W-VIZ dynamic besteht aus vielen Komponenten wie einer speziellen Konenform und einer Kegelpfanne zur optimalen Weiterleitung des dynamischen Lastanteils. Mit der Zulassung Z-21.3-1909 ist es nun möglich weit exakter auf die Einwirkungsseite einzugehen. Dies führt zu einem Gewinn an Sicherheit und ermöglicht gleichzeitig eine optimale Ausnutzung des Ankersystems.

 

  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-21.3-1909
  • Materialgüte: Hochkorrosionsbeständiger Stahl HCR (Werkstoffnummer 1.4529)
  • Untergrund: Gerissener Beton C20/25 bis C50/60

Vorteile

  • Durchsteckmontage
  • Kombination von statischen und dynamischen Einwirkungen
  • Schwingspiele von n=1 bis n> 1.000.000
  • Optimale Ausnutzung des Ankersystems
  • Einsatzbereich bis -5°C
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Fugenabdeckung

In der Richtzeichnung Fug 6 der Bundesanstalt für Straßenwesen wird für Fugenabdeckungen der Einsatz eines Verbundankers M10 oder einer Betonschraube mit Anschlussgewinde M10 gefordert. Die Verbundankervariante wird mit einem Gewindestück und dem Verbundmörtel WIT-VM 250 realisiert.

Allrounder WIT-VM 250

Fugenabdeckung mit Gewindestück und

Verbundmörtel WIT-VM 250

Eigenschaften

In der Richtzeichnung Fug 6 der Bundesanstalt für Straßenwesen wird für Fugenabdeckungen der Einsatz eines Verbundankers M10 oder einer Betonschraube mit Anschlussgewinde M10 gefordert. Die Verbundankervariante wird mit einem Gewindestück und dem Verbundmörtel WIT-VM 250 realisiert. Die Betonschraube kann alternativ verwendet werden.

 

Europäische Technische Zulassung WIT-VM 250: ETA-12/0164

Materialgüte: Nicht rostender Stahl A4

Untergrund: gerissener Beton C20/25 bis C50/60

Vorteile

  • Durchsteckmontage
  • Einsatzbereich bis -10°C
  • Kleineres Bohrloch als bei Verbundankeranwendungen
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Schrammbord

In der Richtzeichnung Kap 12 wird zur Verankerung des Schrammbords ein Verbundankersystem bestehend aus einem Epoxidharz und einer Edelstahlgewindestange gefordert.

Injektionsmörtel WIT-PE 500

Schrammbord nach

Kap 12 mit WIT-PE 500

Eigenschaften

In der Richtzeichnung Kap 12 wird zur Verankerung des Schrammbords ein Verbundankersystem bestehend aus einem Epoxidharz und einer Edelstahlgewindestange gefordert. Die 500 mm lange Gewindestange wird dabei so weit in die Kappe eingelegt, dass eine Übergreifung mit der Bewehrung erfolgt.

 

Vorteile

  • Lange Aushärtezeit
  • Geeignet für große
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Befestigungen auf Asphalt

Nach Bohren und Reinigen wird der Verbundmörtel WIT-PE 500 ins Bohrloch eingebracht. Beim Eindrehen der Schraube mittels Schlagschrauber wird dieser Mörtel in die Poren des Asphalts gepresst und dichtet gleichzeitig das Bohrloch ab.

Injektionsmörtel WIT-PE 500

Asphaltschraubanker W-SA A-IG

Verbundmörtel WIT-PE 500

Eigenschaften

Nach Bohren und Reinigen wird der Verbundmörtel WIT-PE 500 ins Bohrloch eingebracht. Beim Eindrehen der Schraube mittels Schlagschrauber wird dieser Mörtel in die Poren des Asphalts gepresst und dichtet gleichzeitig das Bohrloch ab. Neben dem Formschluss durch das Schraubengewinde wird durch den Stoffschluss ein großer Asphaltquerschnitt zum Lastabtrag aktiviert. Dies hat hohe Ankerkräfte zur Folge. Das Anbauteil wird gegen den Kragen der Hülse verspannt. Es wird also hierdurch keine zusätzliche Kraft in den Ankergrund eingebracht. Zugkräfte dürfen nicht dauerhaft auf den Anker einwirken. Konstruktionen, die durch Eigengewicht Zug am Anker bewirken, dürfen nicht befestigt werden.

 

  • Geprüft im Anfahrversuch durch TÜV München
  • Statische Zugprüfung durch LGSA Nürnberg
  • Materialgüte: Stahl Delta-Tone Beschichtung
  • Untergrund: Asphalt

Vorteile

  • Geprüfte Befestigung im Asphalt
  • Hohe Anprallasten auch bei sommerlichen Temperaturen
  • Spreizdruckfreie Befestigung