Eurocode III, EN 1090 und Zertifizierung

Europa hat seine Normen für den Metall- und Stahlbau harmonisiert. Zukünftig müssen für Bemessung und Ausführung von Stahl- und Metallbauten die entsprechenden Eurocode-Normen angewendet werden. Am 30. Juni 2014 endet die Koexistenz Periode, nach der bisher die nationale DIN 18800 ff noch zur Bemessung herangezogen werden konnte.

Das Ende der Koexistenz Periode bedeutet auch, dass Stahlbauunternehmen bis zu diesem Termin gemäß der neuen Normungslage nach EN 1090 Teil 1 zertifiziert sein sollten. Nach diesem Termin dürfen nicht zertifizierte Unternehmen keine CE-Kennzeichnungspflichtigen Produkte auf dem Markt bereitstellen (vertreiben/verkaufen).

Zum 01.07.2013 ist zusätzlich die Europäische Bauproduktenverordnung in Kraft getreten. Diese EU-Verordnung, welche in ganz Europa gilt, regelt die Grundanforderungen an Bauwerke und Bauprodukte. Es gibt nun sieben Grundanforderungen, die ein Bauwerk erfüllen muss.

Aus diesem Grund dürfen Bauprodukte, die dauerhaft im Bauwerk verbleiben, und die Einfluss auf die sieben Grundanforderungen haben, nur verwendet werden, wenn Sie eine CE-Kennzeichnung haben. Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung ist jedoch, dass eine harmonisierte europäische Norm oder eine ETA für diese Produkte existiert.

Wenn keine harmonisierte europäische Norm oder ETA-Zulassung vorliegt, wird auf die Bauregelliste verwiesen. Diese wird halbjährlich aktualisiert und enthält alle zulässigen Bauprodukte ohne CE-Kennzeichnung.

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