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Digitaler Girls'Day - Ausbildungsprojekt Vorstellung des 3D-Drucks

Hallo, mein Name ist Nadine und ich bin 23 Jahre alt. Ich komme aus der Nähe von Stuttgart und mich hat es vor knapp einem Jahr, wegen meiner Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin bei Würth, nach Künzelsau verschlagen.

Würth Karriereblog

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Fr., 06.08.2021

Lesezeit

15 Minuten

Hallo, mein Name ist Nadine und ich bin 23 Jahre alt. Ich komme aus der Nähe von Stuttgart und mich hat es vor knapp einem Jahr nach Künzelsau verschlagen, da ich im September 2020 meine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin bei Würth begonnen habe. Hier bin ich in der Konstruktion der Abteilung Forschung & Entwicklung tätig. Das erste Ausbildungsjahr ist nun fast zu Ende und ich möchte euch heute gerne ein Projekt vorstellen, das meine Azubi Kolleginnen, Kollegen und ich für den digitalen Girls‘Day vorbereitet haben.

Girls‘Day – Was ist das?

Der Girls‘ Day ist ein Aktionstag, der Mädchen motivieren soll, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Mit dem Girls‘Day soll also das Interesse von Mädchen für die Technik geweckt werden.

Um den Teilnehmerinnen einen spannenden Einblick in die Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin und in die Tätigkeitsfelder dieses Berufs geben zu können, haben wir uns ein spannendes Projekt ausgedacht, wie wir die Nutzung des 3D-Drucks im betrieblichen Umfeld vorstellen können.

Hierfür wurden Videos zu den verschiedenen 3D-Druckverfahren im Vorfeld gedreht. Diese haben wir dann am Girls’Day den Teilnehmerinnen vorgestellt. Außerdem druckten wir ein kleines Souvenir. Dabei handelte es sich um eine Säge als Schlüsselanhänger, welche wir den Teilnehmerinnen im Vorfeld zugesendet haben.

3D-Druck bei Würth

Meine Abteilung Forschung & Entwicklung besitzt verschiedene 3D-Drucker. Hierzu gehören FDM-Drucker (Schmelzschichtung) und SLS-Drucker (Selektives Lasersintern). Wir benutzen die 3D-Drucker hauptsächlich um Prototypen herzustellen. Prototypen lassen sich mit einem 3D-Drucker schnell und kostengünstig produzieren. Jedoch eignen sich 3D-Drucker nicht für eine Serienfertigung, da die lange Fertigungszeit von hohen Stückzahlen teuer und daher unwirtschaftlich ist.

Die Sägen wurden mit einem FDM-Drucker hergestellt. Beim FDM-Druckverfahren wird das Material, in diesem Fall ein Kunststoff, erwärmt und dann aus dem Extruder herausgepresst. Dabei fährt der Druckkopf die Kontur Schicht für Schicht ab und baut so das Bauteil schichtweise aufeinander auf.

Der hauptsächliche Unterschied zwischen dem FDM-Verfahren und dem SLS-Verfahren ist das Material. Bei dem SLS-Verfahren ist das Material ein loses Pulver, wohingegen beim FDM-Verfahren ein fester Kunststoff verwendet wird, der auf einer Spule aufgewickelt ist. Der Kunststoff wird aufgeschmolzen und ausgetragen, wie zum Beispiel bei einer Heißklebepistole.

Bei dem SLS-Verfahren wird schichtweise Pulver auf die Grundplatte aufgetragen. Danach fährt der Laserkopf über das Pulver. Dabei wird das lose Pulver durch den Laser erhitzt und miteinander verschmolzen. Hat der Laser die Kontur abgefahren, wird eine neue Pulverschicht aufgetragen.

Aber so ganz von alleine drucken die 3D-Drucker die Teile noch nicht. Sie benötigen dafür ein CAD-Modell, wo die Daten hinterlegt sind. Meine Aufgabe ist es, solche CAD-Modelle zu konstruieren. Diese Daten werden dann später an den 3D-Drucker gesendet, sodass er das Bauteil drucken kann.

Anhand der Säge habe ich den Teilnehmerinnen den Weg von einem Auftrag, über die Konstruktion, den Druck des Modells bis hin zum fertigen Produkt gezeigt.

Ich hatte beim Grils’Day viel Spaß mein Projekt vorzustellen und die Fragen der Teilnehmerinnen zu beantworten. Nun freue ich mich auf meine zwei weiteren Ausbildungsjahre, in denen es immer mal wieder solche abwechslungsreichen Aufgaben geben wird.

 

Nadine, Auszubildende zur Technischen Produktdesignerin

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