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Zukunft schaffen im Handwerk – Im Porträt: farmermobil®

In der Videoreihe „Zukunft schaffen im Handwerk" entdecken Sie, wie unsere Kunden innovative Ideen zur Reife bringen, ihr Unternehmen auf Erfolgskurs halten und sich für Mitarbeiter und Gesellschaft engagieren.

Anne Sutanto

Anne Sutanto

Fr., 14.01.2022

Lesezeit

5 Minuten

Wie gelingt der Sprung in die Zukunft? Wie sichern inhabergeführte Unternehmen Kontinuität und Innovationskraft? Wie lassen sich Mitarbeiter und Kunden begeistern? In unserer Videoreihe „Zukunft schaffen im Handwerk“ stellen wir Kunden von Würth vor, die inspirierende Antworten auf diese Fragen gefunden haben. Folge 02: farmermobil®, Deutschlands führender Hersteller von Mobilställen für Legehennen-Haltung und Hähnchenaufzucht.

„Es geht heutzutage auf Masse, es geht um Geld – nur nicht ums Tier“, sagt Franz Veltrup. Sein Ziel ist es, das ökonomische Interesse mit dem Tierwohl zu verbinden. Dafür bedarf es nicht weniger als einer Transformation der Landwirtschaft. Franz Veltrup trägt dazu bei: Die mobilen Ställe von farmermobil® sind vollautomatisiert und erfordern kein Personal. Der Züchter kann sich daher mehr um seine Tiere kümmern und zugleich wirtschaftlich arbeiten. Wer unser Video betrachtet, kommt daher nicht umhin, an das Ei des Kolumbus zu denken – scheint, als habe Franz Veltrup eines gefunden, das Landwirten hilft, ihre Zukunft zu sichern.

Der Glaube versetzt Hühnerställe

Was es dafür brauchte, waren eine gute Idee und der Wille, sie umzusetzen. Franz Veltrup strahlt den Geist des erfolgreichen Gründers aus. Das macht er ganz bewusst, denn er will Andere ermuntern, es ihm gleichzutun. „Den Mut, was Neues zu machen oder sich selbst zu verwirklichen, den haben viele nicht mehr“, sagt er und fordert: „Habt Mut, traut euch!“ Der Glaube versetzt Berge oder in seinem Fall Hühnerställe: „Wenn Du selbst nicht dahinterstehst, wird es nichts.“

Veltrup ist mit Landmaschinen aufgewachsen, in der Werkstatt seines Vaters, mitten in seinem Geburtsort Laer. Dort ist sein 130 Mitarbeiter starkes Unternehmen heute der größte Arbeitgeber. Die Gemeinde profitiert doppelt, denn zugleich sind viele Mitarbeiter nach Laer gezogen und haben dort ihren Wohnsitz. Auch das wird im Video deutlich: Franz Veltrup liebt seine Heimat – und will sie an seinem Erfolg teilhaben lassen. Eine Einstellung, die wir bei Würth sehr gut kennen.

Vom Tieflader zum Hightech-Stall

Der Münsterländer mit dem Startup-Gen suchte sich schon immer eigene Karrierepfade. Er besuchte keine Universität, sondern absolvierte zwei Mechaniker-Lehren und eine kaufmännische Ausbildung. Zehn Jahre lang sammelte er danach Erfahrungen im Vertrieb eines größeren Unternehmens. Dann wurde es Zeit für den Aufbruch: „Für mich war es immer erstrebenswert, etwas Eigenes aufzubauen.“ Vom Fahrzeug- zum Lüftungsbau führte der Weg, die unterwegs erworbenen Kompetenzen brachte Veltrup bei farmermobil® ein. Wo vorher Tieflader und Aufleger für Lkws gebaut wurden, entstehen heute bewegliche Hightech-Ställe.

Er habe immer verrückte Ideen gehabt, sagt Veltrup. Er kombiniert sie mit jahrzehntelanger Erfahrung. So verrückt sind sie darum am Ende gar nicht, wie der Erfolg von farmermobil® zeigt. Gerade in diesem Fall war Veltrup seiner Zeit ein paar Jahre voraus. Ihm ging es darum, Landwirten den lästigen Umgang mit der Technik zu ersparen. Zuerst fand Veltrup, der sich zwischenzeitlich auf Kamine spezialisiert hatte, einen Partner für den Stallbau. Aufgrund seiner Erfahrung mit Fahrzeugen war es dann nur noch ein kleiner Schritt zum mobilen, vollautomatischen Stall, der dank Photovoltaik sogar ohne externe Energiequelle auskommt. „Kein CO2-Ausstoß, gut für die Tiere – und eine Einkommensquelle für den Landwirt“, so bringt der Gründer den Nutzen seiner Idee auf den Punkt, aus der vor sieben Jahren ein wegweisendes Produkt wurde.

Technik, die dem Tierwohl dient

Die Liebe zur Landwirtschaft treibt Veltrup an: farmermobil® rückt im wahrsten Sinne automatisch die Tiere in den Fokus. Technik ist kein Selbstzweck, sie dient dem Tierwohl. „Der Landwirt soll sich nicht um den Stall kümmern, sondern um die Tiere“, sagt Veltrup. Im mobilen Stall wird das Licht ebenso automatisch gesteuert wie die Lüftung. Dazu kommt die Mobilität. Alle 14 Tage kommt der Traktor zum Einsatz. Denn Hühner scharren und picken, dadurch wird die Grasnarbe zerstört und statt grüner Wiese bleibt nur nackter Mutterboden. Das wird mit farmermobil® ebenso verhindert wie eine Überdüngung. Der Trekker zieht den Stall einfach 50 bis 100 Meter weiter, so wächst schnell neues Grün nach.

Acht bis zehn Ställe werden in Laer pro Woche produziert. Sie gehen an landwirtschaftliche Betriebe jeder Größe, außerdem an Behindertenwerkstätten und Restaurantbesitzer. „An alle, die sich von Massenproduktion absetzen und Transparenz für den Kunden schaffen wollen“, sagt Frank Veltrup. Er war sich schon immer sicher, dass Kunden bereit sind, für höhere Qualität bei Lebensmitteln auch etwas mehr zu bezahlen. „Jeder kann es sich leisten, ein qualitativ hochwertiges Ei zu kaufen“, sagt er.

„Mitarbeiter, die für das Unternehmen brennen“

Mit dem Trend zu besserer Lebensmittelqualität steigt auch die Nachfrage. „Wir sind auf der Schwelle zwischen Handwerk und Industrie“, hat Veltrup festgestellt. An diesem Punkt brauche es erfahrene Leute für das „äußerst gesunde, hochprofitable Unternehmen“. Etwa die Geschäftsführer Dr. Stefan Sattler (r.) und Andreas Boden, denen der Gründer schweren Herzens die Leitung des Unternehmens übergeben hat. Oder Veltrups Bruder, der die Montage leitet. Eigentlich will er aber niemanden hervorheben, denn er sieht den Teamgeist als ausschlaggebend für den Erfolg: „Teambuilding ist heute das A und O.“ Die Stärke von farmermobil®: „Wir haben Mitarbeiter, die fürs Unternehmen brennen.“

Start-Screen Film farmermobil

Folgerichtig definiert Franz Veltrup Erfolg nicht nur über Zahlen: „Erfolg ist, wenn Du den Leuten in die leuchtenden Augen guckst und alle Spaß bei der Arbeit haben.“ Erfolg ist auch, wenn farmermobil® Landwirte vor dem Aufgeben bewahrt, die heute gutes Geld mit Eiern aus dem mobilen Stall verdienen. Mit Blick auf die Zukunft kann sich Franz Veltrup ohnehin bestätigt fühlen: „Wir befinden uns in einer Zeit, die sich komplett verändert, etwa was Umwelt- und Klimaschutz oder Haltungsformen angeht.“ farmermobil® ermöglicht es, solche Entwicklungen für den Geschäftserfolg nutzen. Im nächsten Schritt soll sich der mobile Stall übers Smartphone steuern und überwachen lassen. Angesichts der Erfolgsgeschichte von farmermobil® dürfen wir gespannt sein, welche Idee von Franz Veltrup danach so richtig abhebt.

Alle weiteren Filme der Reihe "Zukunft schaffen im Handwerk" finden Sie auf unserem Würth YouTube-Kanal

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