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Zukunft schaffen im Handwerk – Im Porträt: Ladenbau Hunold

In der Videoreihe „Zukunft schaffen im Handwerk" entdecken Sie, wie unsere Kunden innovative Ideen zur Reife bringen, ihr Unternehmen auf Erfolgskurs halten und sich für Mitarbeiter und Gesellschaft engagieren.

Anne Sutanto

Anne Sutanto

Mo., 24.01.2022

Lesezeit

5 Minuten

Wie gelingt der Sprung in die Zukunft? Wie sichern inhabergeführte Unternehmen Kontinuität und Innovationskraft? Wie lassen sich Mitarbeiter und Kunden begeistern? In unserer Videoreihe „Zukunft schaffen im Handwerk“ stellen wir Kunden von Würth vor, die inspirierende Antworten auf diese Fragen gefunden haben. Folge 03: Ladenbau Hunold aus dem thüringischen Leinefelde, ein Unternehmen, das insbesondere Bäckereien und Fleischfachgeschäften individuelle Einrichtungen aus einer Hand bietet.

„Tolle Aufgaben, höhere Zufriedenheit.“ Das zeichnet für Christian Hunold die Handarbeit aus. Wer den Gründer und Geschäftsführer von Ladenbau Hunold in unserem Video bei der Arbeit sieht, versteht, dass er die Liebe zum Handwerk bewahren und an die nächsten Generationen weitergeben will. Diesen Wunsch authentisch zu vermitteln, fällt ihm nicht schwer. Schließlich stand sein Berufswunsch schon im Alter von zwölf Jahren fest. Wie er im Video erzählt, ließ er sich auch von der Wende nicht davon abbringen. Im Gegenteil: Hunold war einer der ersten Lehrlinge, die in den Westen gingen: „Dann habe ich Tischler gelernt und bis heute Spaß daran, Möbel zu bauen.“

Von der Garage zum Mittelständler

Christian Hunold wusste schnell, dass er den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollte. Die Tischlerei gründete er nach bestandener Meisterprüfung im Jahr 2000: „Ich war schon immer rastlos und will weiterkommen.“ Hunold beschritt einen Weg, den viele Handwerksbetriebe heutzutage erfolgreich gehen: die Spezialisierung. Am Anfang „ging es ums Überleben“, doch mit dem klaren Fokus auf Laden- und Möbelbau konnte das Unternehmen im Lauf der Jahre schnell expandieren und neue Geschäftsfelder erschließen.

Aus dem Kleinstunternehmen wurde ein Mittelständler mit über 40 Mitarbeitenden. Christian Hunold gelingt es bis heute, die Wertschöpfung im Betrieb zu erhöhen. Dies auch, indem er bei Mitarbeitern und Kunden das Bewusstsein für den Wert echter Handwerkskunst weckt – in der Schreinerei ebenso wie in der Polsterei, die als weiteres Unternehmen der Ladenbau Hunold GmbH & Co. KG angegliedert wurde. Bei Hunold arbeiten heute Designer, Architekten, Techniker, Monteure sowie weiterhin Tischlermeister und -gesellen. Sie entwerfen, produzieren, bauen ein. Und sie kümmern sich um die Auszubildenden, die bei Hunold zum Fachwissen die Leidenschaft für ihren Beruf vermittelt bekommen. Christian Hunold sieht das, wie er im Video sagt, als klaren Auftrag: „Mir fehlt etwas. Der Hände Arbeit. Die ist Gold wert, die wird in der heutigen Zeit leider komplett unterschätzt. Und es ist unsere Aufgabe als Handwerker, den Jugendlichen das wieder beizubringen.“

Christian Hunold im Gespräch mit Mitarbeiter Ladenbau Hunold

Kreativ arbeiten, Kundenprodukte in Szene setzen

Warum aber gerade Ladeneinrichtungen? Die Hinwendung zu diesem Geschäftszweig ergab sich für Christian Hunold, der kein Freund von Standardlösungen ist, fast zwangsläufig. Nicht nur, weil in den Anfangsjahren sein Nachbarbetrieb eine Bäckerei war: „Ich habe gesehen, dass es sich in diesem Bereich besonders kreativ arbeiten lässt.“ Das Ergebnis lässt sich im Video genießen: hochwertige Theken und Einrichtungen, die Individualität ebenso ausstrahlen wie die Gemütlichkeit von Orten, an denen man länger verweilen möchte. Zugleich wird bei Hunold darauf geachtet, dass die Produkte der Star sind – entsprechend liebevoll werden Brezeln und Steaks in Szene gesetzt.

Ladenbau ist für Christian Hunold ein „emotionales Thema und damit immer ein Auf und Ab.“ Dass er parallel darüber nachdenkt, welche Leistungen er künftig anbieten kann, ist für ihn selbstverständlich. In seine Überlegungen bezieht er die Digitalisierung im Handwerk ein, genauso wie unerwartete Entwicklungen. Etwa die Corona-Pandemie, die wie für viele andere Unternehmen für Hunold zu einem Prüfstein wurde. „Unsere komplette Daseinsberechtigung musste man ja in Frage stellen“, sagt Hunold. Wobei er nichts davon wissen will, dass früher alles besser war. „Die Zukunft ist immer besser“, ist er sich sicher, „danach leben und arbeiten wir.“

Umzug in Eigenregie

Ein großer Vorteil, den Handwerker im Vergleich zur Industrie haben, besteht darin, dass sie Ideen direkt selbst in die Praxis umsetzen können. Das ermöglichte zum Beispiel den ersten Umzug des Unternehmens von Wolperode nach Leinefelde-Worbis im Jahr 2008. Der gesamte Betrieb wurde in Eigenarbeit aufgebaut, eingerichtet – und nach und nach von 800 auf 3.500 Quadratmeter erweitert. Ein vergleichsweise kleiner Schritt, dem bald größere folgten. 2020 wurde der Firmensitz in neue Räume verlegt. Gesamtfläche der „Halle Zwei“: 90.000 Quadratmeter. Das bedeutete eine Mammutaufgabe bei Aufbau und Einrichtung, zugleich ergab sich ein enormer Wachstumssprung für das Unternehmen. „Ich wollte einfach nicht später sagen, hätte ich das bloß gemacht“, sagt Christian Hunold. Also ging er wieder einmal ins Risiko, und das zahlte sich aus.

Christian Hunold zwischen Solarpanelen

Neues Ziel: Klimaneutralität

Leinefelde-Worbis ist eine Stadt mit etwa 20.000 Einwohnern im thüringischen Landkreis Eichsfeld. In Leinefelde leben knapp 10.000 von ihnen, Hunold ist hier längst einer der wichtigsten Arbeitgeber im Handwerk. Ladenbau Hunold gibt ein klares Bekenntnis zum Standort ab, dieser wird auch durch soziales Engagement unterstützt. „Wir produzieren hier und das macht uns so stark“, sagt Christian Hunold.

Vom Überlebenskampf der Anfangsjahre bis heute erforderte es diese Stärke immer wieder. Inzwischen geht es für den Firmenchef nicht mehr in erster Linie ums „Größer“ oder „Weiter“. Für ihn stehen der „Sinn der Arbeit“ und das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund. Aktuell ist Hunold dabei, sein Unternehmen in Richtung Klimaneutralität zu entwickeln. „Wir produzieren über 90 Prozent unseres Stroms selbst.“ Ziel ist es, den CO2-Abdruck im eigenen Betrieb auf Null zu bringen – und für die Kunden ebenfalls klimaneutrale Einrichtungen zu bauen. Außerdem hat Hunold gemeinsam mit einem Kunden das Projekt Yestern.day gestartet, mit dem die Lebensmittelverschwendung reduziert werden kann: Einrichtung und Betrieb von Bäckerläden, die ausschließlich Ware vom Vortag verkaufen, der Erlös wird gespendet. Yestern.day gibt es inzwischen an vier Standorten in Deutschland.

Teamgeist und Treiber

„Erfolg ist, eine Marke zu schaffen, die in der Zukunft hält“, hat Christian Hunold erkannt. Beim Betrachten unseres Videos könnte man versucht sein, den Firmengründer selbst als Marke zu sehen. Doch davon will der nichts wissen: „Wir haben schon ganz schön was geleistet, aber immer nur als Team.“ Die Mitarbeiter, nicht der Chef, seien das wichtigste Gut eines Unternehmens. „Man braucht immer Menschen, die an einen glauben und bereit sind, den Weg mitzugehen.“ Christian Hunold bringt beides rüber: den Glauben ans Team und den Glauben an die eigene Stärke: „Man muss auch immer eine Führungsrolle einnehmen.“ Erfolgreiche Unternehmen hätten immer jemanden, der die Entwicklung treibt, stellt Hunold fest. Für ihn gehört dazu, kluge Antworten auf die Frage zu finden, wie es künftig weitergeht im Unternehmen. Pläne hatte und hat Christian Hunold jede Menge. Leichtsinnig ist er dabei nie geworden. Denn aus der eigenen Geschichte hat er eine wichtige Lehre gezogen: „Man muss mit Respekt in die Zukunft schauen.“

Alle weiteren Filme der Reihe „Zukunft schaffen im Handwerk“ finden Sie auf unserem Würth YouTube-Kanal.

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