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#wissenundpraxis

Aufwärts, aber sicher: 5 Fragen zur optimalen Absturzsicherung

Zur Sicherheit gibt es keine Alternative. Diese Erkenntnis ist so wichtig, dass sie sogar im Gesetz verankert ist. Ihr Auffangsystem muss komplett sein, was Sie noch beachten müssen, lesen Sie hier.

Anne Sutanto

Anne Sutanto

Fr., 24.03.2017

Lesezeit

5 Minuten

1. Ist Ihr Auffangsystem komplett?

Drei Dinge brauchen Sie auf dem Dach oder an der Wand auf jeden Fall: einen Anschlagpunkt, den Auffanggurt und das Verbindungsmittel.

Beim Anschlagpunkt sollten Sie darauf achten, dass er 12 kN Mindestfestigkeit bietet. Die Position wählen Sie so, dass der freie Fall auf ein Minimum beschränkt bleibt. Der Anschlagpunkt sollte zudem möglichst senkrecht über Ihrem Arbeitsplatz befinden. Dadurch vermeiden Sie im Falle eines Sturzes das Pendeln. Auffanggurte gibt es in unterschiedlichen Varianten, damit Sie sich die für ihre Bedürfnisse komfortabelste Variante aussuchen können. Wer’s bequem mag, greift gerne zu Modellen mit breiten Rückenpolstern oder elastischen Gurtbändern.

Bei Würth erhalten Sie die kompletten Systeme auch als Set und optimal für Ihren beruflichen Einsatz kombiniert. So besteht das Absturzsicherungs-Set Fensterbau aus Auffanggurt, mitlaufendem Auffanggerät und Sicherheitstraverse. Dazu kommt ein Rucksack für den Transport. Alle Varianten finden Sie in unserer Broschüre „Absturzsicherung“, die Sie hier herunterladen können:

2. Ist Ihr Fallschutz unbeschädigt?

Die beste Absturzsicherung hilft nichts, wenn sie zu sehr abgenutzt ist. Denken Sie an Fahrradhelme: Einmal beansprucht, müssen Sie ersetzt werden, um Verletzungen zu vermeiden. Beim Fallschutz ist es ähnlich. Zunächst muss ein Experte das Material prüfen und freigeben. Stellt er Beschädigungen fest, heißt es: ab in die Tonne! Das gilt etwa, wenn Bänder und Nähte von Gurten und Seilen beschädigt sind oder wenn sich nach Hitzeeinfluss Schmelzspuren zeigen. Ebenfalls zum Aus für die Sicherung führen deformierte, rostige oder nicht funktionstüchtige Beschläge sowie starke Verschmutzung.

 

Was Sie außerdem beachten sollten: Unleserliche Typenschilder sind nicht erlaubt. Sie dürfen auch nicht mit Markierstiften gekennzeichnet werden – es sei denn, Sie nutzen ein System mit zur Beschriftung vorgesehenen Stellen.

3. Ist die Gebrauchsdauer abgelaufen?

Ein Blick ins Regelwerk der Berufsgenossenschaften (DGUV) verrät, wie lange Sie Ihre Absturzsicherung höchstens einsetzen dürfen. Die Gebrauchsdauer hängt von den Einsatzbedingungen ab, für Gurte beträgt sie sechs bis acht Jahre, Verbindungsmittel wie Seile und Bänder müssen nach vier bis sechs Jahren ersetzt werden. Kontrolle ist auch in diesem Fall besser als Vertrauen: Ihre persönliche Schutzausrüstung muss mindestens einmal pro Jahr überprüft werden.

Sie können dazu den Würth master Service nutzen, der über die kostenlose Hotline 0800 96 27 837 zu erreichen ist.

4. Welches Zubehör benötigen Sie?

Zwischen Himmel und Erde stehen Ihnen im Alltag weitere Helfer zur Seite. Rutschfeste Arbeitsschuhe sind ohnehin Pflicht, ebenso der Schutzhelm. Verwenden Sie für Höhenarbeiten Bergsteigerhelme (Höhenarbeitshelme) nach EN 12492 und für den Einsatz im Handwerk Industrieschutzhelme nach EN 397.

Wichtig beim Kopfschutz: Achten Sie auf freie Sicht nach oben und einen sicheren Sitz sowie den Tragekomfort. Er wird durch eine 6-Punkt-Textilaufhängung und Lüftungsöffnungen verbessert.

5. Haben Sie sich beraten lassen?

Auf dem Gerüst oder auf dem Flachdach: Für spezielle Anforderungen gibt es die passenden Sicherungssysteme. Alle sind abgestimmt auf gesetzliche Anforderungen und Verarbeitungsrichtlinien. Gerade bei komplexen Bauvorhaben tauchen daher immer wieder Fragen zur richtigen Absturzsicherung auf.

Würth beschäftigt sich tagtäglich intensiv mit Produkten, Vorschriften und Anwendungsbereichen. Nutzen Sie daher die Chance, sich von uns unverbindlich beraten zu lassen – unser Außendienst hilft Ihnen gerne in allen Höhenlagen!

Mehr zum Thema

Ihre persönliche Sicherheit geht auf jeden Fall vor, wenn Sie Fenster einsetzen, Dächer decken, Gerüste hochziehen oder Solaranlagen montieren. In unserer Broschüre „Absturzsicherung“ finden Sie viele weitere Hinweise zum Thema. Dazu geben wir Ihnen den Überblick über alle Würth Produkte, mit denen Sie Ihren Arbeitsplatz sichern können. Hier können Sie die Broschüre herunterladen:

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