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EnEV-Anforderungen und Fenstermontage

Titelbild EnEV-Anforderungen und Fenstermontage

Hocheffiziente Fenstermontage auch bei wärmegedämmten Gebäuden

Gut, dass es eine praxisgerechte Lösung gibt: Mit der AMO-Combi-Schraube und dem Montageschaum PUR LOGIC Easy white.

Welcher Handwerker kennt das Problem am Bau nicht? Ständig prasseln neue Vorschriften und Verordnungen auf einen ein – und dann wird auch noch erwartet, dass er die Regelungen alle kennt und weiß, wie man sie korrekt umsetzt. Als ob es sonst keine Probleme am Bau und im Handwerkeralltag gäbe.

Nehmen wir mal nur die Montage von Fenstern in hochwärmegedämmten Gebäuden: Wenn ein Haus im Hinblick auf die Wärmedämmung den aktuell gültigen Verordnungen, Richtlinien, Normen und Regelungen bezüglich Wärmedämmung entspricht, dann können einige Gewerke so richtig ins straucheln kommen.

Seit 2016 gelten für Neubauten bekanntlich verschärfte Bedingungen.

Konkret heißt das:

Ein Haus, das 2016 errichtet wird, muss 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als ein Haus, das nach den 2015 gültigen Mindestwerten gebaut wurde. Ein Viertel weniger? Hinzu kommt, dass die Anforderungen an die Dämmung steigen: Der Bedarf an Wärme soll über die Dämmung noch einmal um 20 Prozent gesenkt werden. Sprich: Die verlangte Dämmung wird „dicker“.

Zugleich steigen die Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle, denn durch eine veränderte Nachweismethode sollen die Transmissionswärmeverluste um ca. 20 Prozent vermindert werden. Somit wurde das KfW-Effizienzhaus 70 praktisch zum Mindeststandard der Energie-Einsparverordnung (EnEV) deklariert. Werden diese Anforderungen missachtet, drohen gemäß § 27 Abs. 1 der EnEV Bußgelder bis zu 50.000 Euro! Und all diese Vorgaben soll der Handwerker von heute auf morgen umsetzen? Er muss die EnEV fast auswendig kennen – immerhin ein Werk mit rund 100 Seiten, ohne Anhänge. Vom Handwerker wird verlangt, dass er weiß, welche Bauprojekte unter den erhöhten Standard fallen und welche nicht, was in welcher Form umgesetzt werden muss, welche Produktlösungen zur Verfügung stehen und wie das ganze dokumentiert werden muss.

All die gesetzlichen Vorgaben stellen in hochwärmegedämmten Gebäuden sowohl im Neubau wie in der Sanierung enorme Herausforderungen insbesondere an die Fenstermontage. Dazu zählen vor allem die sichere und langlebige Befestigung in mit mineralischen Dämmstoffen gefüllten Mauerwerksteinen bzw. in einer Gebäudehülle mit außen angebrachter Wärmedämmschicht sowie eine korrekte Planung und Dokumentation des gesamten Montageprozesses.

Im modernen Massivhausbau sind Mauersteine mit Dämmstofffüllung, wie wir wissen, eine innovative Alternative zur Anbringung einer Wärmedämmung auf der Gebäudeaußenhülle. Allerdings haben solche Wärmedämmziegel im Vergleich zu herkömmlichen Mauersteinen eine verringerte Tragfähigkeit. Hinzu kommt, dass die Fenster aufgrund der mittlerweile üblichen 3- oder 4-fach-Verglasung selbst schwerer geworden sind. Diese beiden Umstände machen eine sichere Verankerung der Fenster auf konventionelle Weise entsprechend aufwändig.

Wärmedämmziegel Fensterbau

Fenstermontage in Wänden aus Wärmedämmziegeln

Was würde den ausführenden Handwerker bei der Fenstermontage in Wänden aus Wärmedämmziegeln effizient unterstützen?

  • Eine Spezialschraube, die eine spannungsfreie Abstandsmontage in Wänden aus Beton, Hochlochziegeln, Vollsteinmauerwerk und Nadelhölzern gewährleistet, und sich darüber hinaus durch eine gute Zentrierung sowie einfache Findung für ein problemloses Ansetzen auszeichnet;
  • Ein Montageschaum, der die erforderliche Wärmedämmung sowie eine Fugenschalldämmung bis 60 dB sicherstellt und außerdem die Bildung von Wärmebrücken unterbindet.

Gut, dass es eine praxisgerechte Lösung gibt: Mit der AMO-Combi-Schraube und dem Montageschaum PUR LOGIC Easy white hat Würth Produkte entwickelt, die genau diese Anforderungen erfüllen. Da die AMO-Combi-Schraube ein gehärtetes Gewinde besitzt, kann sie in vielen Untergründen ohne Dübel – bei Wänden aus Nadelhölzern sogar ohne Vorbohren – verschraubt werden, was den Montageprozess entsprechend beschleunigt. Lediglich bei Wänden aus Hochlochziegeln ist die Verwendung eines Dübels vorgeschrieben.

JBD Fensterplanung

Fenstermontage in Gebäuden mit außenseitiger Wärmedämmschicht

Eine auf der Gebäudeaußenseite angebrachte Wärmedämmschicht kann den Handwerker bei der Fenstermontage ebenfalls vor große Probleme stellen. Denn auf konventionelle Weise lassen sich die Fenster nur direkt im Mauerwerk verankern. Dies bedeutet aber bei Gebäuden mit außenseitiger Wärmedämmung, dass sich die Fenster dann so nah an der Wandinnenseite befinden, dass der Taupunkt nicht mehr im Bereich der Wärmedämmung liegt, sondern im Bereich des Fensterrahmens. Die Folge ist eine erhöhte Gefahr der Bildung von Schimmel im Fensterbereich. Außerdem entsteht eine zusätzliche Last, die sogar zum kompletten Versagen der Befestigung führen kann.

Die Lösung: Das Fenstermontagesystem JB-D von Würth. Es ermöglicht eine planbare Fenstermontage nach den Richtlinien des Leitfadens für Montage von Fenstern und Haustüren sowie die sichere Ableitung aller auftretenden Verkehrslasten. Das JB-D-System ist für Auskragungen von 5 bis 150 mm konzipiert und erlaubt somit eine flexible Anpassung der Einbauebene an den jeweiligen Isothermenverlauf. Weiterhin lassen sich Bauteiltoleranzen dank integrierter dreidimensionaler Verstellmöglichkeiten auf einfache Weise ausgleichen.

 

 

ift Montagetool ift Montagetool

Software unterstützt bei Dokumentation und Planung der Fenstermontage

Viele Endkunden fordern vom ausführenden Handwerker nach Abschluss der Arbeiten einen Nachweis über die fachgerechte bauphysikalische Planung des Fenstereinbaus. Dies lässt sich mit Hilfe des ift Montagetools auf einfache und effiziente Weise bewerkstelligen. Diese Software wurde vom Institut für Fenstertechnik e. V. (ift) in Rosenheim als reine Online-Lösung entwickelt und gewährleistet einen einfachen sowie schnellen Planungsprozess. Zudem deckt sie durch die Erstellung eines Montagepasses die erforderliche Dokumentationspflicht in vollem Umfang ab. Die benötigten Daten lassen sich zumeist über vorgegebene Listen benutzerfreundlich auswählen. Dazu gibt es in der Regel erklärende Zeichnungen, was das Risiko falscher Eingaben weiter reduziert. Nach der Abfrage von insgesamt sieben Kriterien erhält man schließlich einen Montagepass, der den Temperaturfaktor fRSI, eine Querschnittszeichnung sowie Verarbeitungshinweise für den jeweiligen Baukörper- bzw. Fensteranschluss enthält und somit als Beleg für Kunde, Endkunde, Architekt und Planer dient. Die Berechnung der Daten erfolgt dabei in Echtzeit mit dem validierten Berechnungsprogramm WinISO unter Berücksichtigung relevanter Vorschriften.

Die Anforderungen, die dem Handwerk im Fensterbau durch die energiesparrechtlichen Vorschriften gestellt wurden, lassen sich in der Praxis durch die richtigen Produktkombinationen und Lösungen effizient und praxisgerecht umsetzen. Und damit wird das Handwerk zu einer wichtigen Säule in der gesamten Energiewende- und Gebäudeeffizienzdiskussion.

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